Muttermal entfernen oder stolz tragen

Muttermale werden als Schönheitsflecken bezeichnet, aber oft auch als störende Pigmentflecken empfunden.

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Muttermal entfernen

Muttermale werden nur selten als Schönheitsflecken bezeichnet. In den meisten Fällen werden sie als störend und hässlich empfunden. Medizinisch gesehen handelt es sich schlichtweg um ein pigmentreiches Hautanhängsel, welches dem Hautgewebe entwachsen ist. Oftmals ist der Wunsch der Muttermalentfernung ästhetischer Natur, jedoch müssen einige auch entfernt werden, um Hautkrebs vorzubeugen. Muttermale sollten generell immer im Auge behalten werden. Sobald diese sich in Form, Größe oder Farbe verändern, sollte umgehend ein Hautarzt aufgesucht werden. Der Nachteil der Entfernung besteht darin, dass unter Umständen Narben entstehen können. Es gibt zwei verschiedene Methoden, die beide ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Methoden der Muttermalentfernung

Laserentfernung

Eine Methoden stellt die Lasertechnik dar, bei der keine Schnitte notwendig sind. Die Methode der Laserentferung darf jedoch nur an gesunder Haut durchgeführt werden. Der Eingriff bringt nur wenige Schmerzen mit sich. Unter Umständen kann eine örtliche Betäubung erfolgen. Der Laserstrahl trifft nahezu unbemerkt die entsprechende Stelle. Die Energie des Lichtes wird von den Zellen absorbiert, wodurch künstliche Entzündungen hervorgerufen werden. Die Farbpigmente, die in jedem Muttermal enthalten sind, werden also regelrecht zersprengt. Dieser Prozess wird jedoch einige Zeit dauern, sodass wahrscheinlich mehrere Sitzungen notwendig sein werden. Das endgültige Ergebnis wird also erst nach einigen Tagen oder Wochen zu sehen sein. Die Haut muss mit einer speziellen Creme nachbehandelt werden. Unter Umständen muss ein Verband getragen werden.

Operative Entfernung

Aber auch operativ können Muttermale entfernt werden. Dieser Eingriff bedarf jedoch mindestens einer Örtlichen Betäubung. Bei besonders ängstlichen Patienten oder Patienten, die gleich mehrere Muttermale weggeschnitten bekommen, wird oftmals eine Vollnarkose angeboten. Die Haut wird nun rund um das Muttermal abgetrennt. Danach kann das Muttermal großzügig ausgeschnitten werden. Dabei muss die gesamte darunterliegende Gewebeschicht abgetrennt werden, da das Muttermal ansonsten neu entstehen könnte. Es wird natürlich darauf geachtet, dass möglichst keine Narben zurückbleiben, jedoch lässt sich dies nicht immer ganz vermeiden. Die Schnitte werden im Anschluss vernäht und die Wunde muss dementsprechend versorgt werden, damit keine Entzündung auftritt.

Nachsorge und Komplikationen

Direkt nach dem Eingriff wird die Haut natürlich sehr gereizt sein. Beide Methoden können leichte Schmerzen, Schwellungen und Rötungen verursachen. Die behandelte Stelle sollte daher mindestens einen Tag nicht mit Wasser in Berührung gebracht werden. Sauna und Solarium sind ebenso tabu. Die Nachsorgezeit richtet sich natürlich immer ganz nach der behandelten Körperstelle. Wer sich ein Muttermal am Fuß entfernen lässt, der darf beispielsweise kein Sport betreiben. Auch ein Verband sollte getragen werden. Je nach Situation können bestimmte Sportarten natürlich nach ein paar Tagen wieder ausgeführt werden. Es sollte ganz Allgemein das vermieden werden, was Druck auf die behandelte Hautpartie ausübt.

Mit großen Komplikationen muss eigentlich nicht gerechnet werden. Falls doch, ist dies meistens auf eine unsachgemäße OP zurückzuführen. Bei der operative Methode kommt es in manchen Fällen zu Kribbeln oder Taubheit. Die Erklärung hierfür ist jedoch ganz einfach: Während der OP kann es zur Trennung einiger Nerven kommen. Nervenbahnen können sich jedoch in manchen Fällen regenerieren, wodurch die Störung von alleine verschwindet. Im schlimmsten Fall bleibt diese Störung jedoch bestehen. Die Laserbehandlung könnte Verbrennungen verursachen, wenn sie nicht fachmännisch korrekt durchgeführt wurde. Sollte der Laser zu lange auf die Hautpartie gerichtet sein, so wird das Gewebe beschädigt.  

Infektionen und Entzündungen sind Komplikationen, die bei jedem medizinischen Eingriff auftreten können. Wer diese rechtzeitig erkennt und behandelt, wird aber keine weiteren Probleme haben.