Rasiermesser schärfen leicht gemacht

Das Rasiermesser vor der Rasur zu schärfen ist kein Geheimnis, sondern Übungssache.

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Rasiermesser schärfen

Wer sich für die Rasur mit einem Rasiermesser entscheidet, der lernt fürs Leben, denn neben dem eigentlichen Rasieren, welches einer bestimmten Technik vorausgeht, ist auch die Messerpflege ein wichtiger Bestandteil des Rasierens. Denn nur ein scharfes Rasiermesser schert auch richtig. Es gibt verschiedene Techniken, das eigene Messer wieder scharf zu bekommen, im Grunde ist es daher wichtig, eine für sich passende Technik zu finden, die auch richtig angewandt wird. Denn beim falschen Schärfen wird die Klinge stumpf und bringt kein wünschenswertes Ergebnis. Doch das Schärfen des Rasiermessers ist nicht täglich nötig. Es wird erst dann vollbracht, wenn die Klinge tatsächlich stumpf ist. 

Was allerdings täglich gemacht werden sollte, ist das Abziehen des Rasiermessers. Bei jeder Rasur wird die Klinge abgenutzt. Sie ist zwar scharf und schert den Bart, doch durch die feinen Barthaare bilden sich beim Scheren sogenannte „Grat“, eine Art „Unwucht“ im Mikrobereich. Und genau diese wird durch das Abziehen an einem Streichriemen beseitigt. Auch hierfür braucht es ein wenig Übung, denn das Rasiermesser wird in Richtung Klingenrücken gezogen. Dabei liegt es flach auf dem Streichriemen auf. Wer ausversehen oder unwissentlich in die andere Richtung abzieht, zerschneidet sich seinen Riemen. Abgezogen wird dabei auf beiden Klingenseiten, das heißt, kurz vor Ende des Riemens wird das Rasiermesser in einer fließenden Bewegung umgedreht und – diesmal auf der anderen Messerseite – wieder zurückgezogen.  

Der Tag des Schärfens

An jenem Tag, an dem das Messer nicht mehr schneidet, wird es Zeit, dieses zu schärfen. Dazu benötigt man einen Schleif- oder Schärfstein, den es im Fachhandel gibt. Hier stehen viele unterschiedliche Steine zur Auswahl, der billigste sollte es allerdings nicht sein, denn das billigste Werkzeug ist oft das „Teuerste“, nämlich deshalb, weil Neues nachgekauft werden muss und eventuell auch das eigene Rasiermesser kaputt geht. Es empfiehlt sich ein „1000er“ Stein, dieser besitzt die richtige Körnung zum Schleifen – zum scharfmachen.
Der Schleifstein wird mindestens 30 Minuten vor dem Schleifen in Wasser eingelegt. Die Oberfläche des Steines wird im nächsten Gang mit kreisenden Bewegungen bearbeitet, sodass sich ein Schlammfilm bildet. Nun schleift man das Messer je Seite, man zieht es wie beim Abziehen nach hinten weg, allerdings nur die Klinge selbst. Bei jedem Schleifvorgang wir Material abgeschliffen, wer also nicht den richtigen Winkel erwischt, der schleift zu viel von der Klinge herunter. Wichtig hierbei ist, immer die gesamte Klinge zu schleifen. Nicht nur unten oder mittig sondern vom Anfang der Spitze bis zum Ende hindurch. Zeigt sich beim Schleifen auf dem Schleifstein eine gerade Abziehspur des Schlammes, ist das Messer in Ordnung. Wellige Spuren können auf verbogene Rasiermesser hinweisen. Während des Schleifvorganges muss übrigens kein Druck auf das Messer bzw. die Klinge ausgeübt werden. Rein die Bewegungen des Schleifaktes schleifen das Messer, Druck würde die Klinge zerstören.