Saunaarten: Welche Arten einer Sauna gibt es?

Saunaarten: Während früher nur die finnische Sauna hierzulande bekannt war, gibt es nun bereits viele Varianten der Sauna.

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Sauna-Arten

Vor zwanzig Jahren war hierzulande eigentlich nur eine Form der Sauna bekannt und verbreitet, nämlich die finnische Variante des gesunden Schwitzen. Mit dem Mega Trend "Wellness" hat sich das gründlich geändert: Heute können sich Sauna-Fans zwischen türkischem Dampfbad (Hamam), russischer Banja, schwedischer Sauna, Stollensauna, Gartensauna, Erdsauna und noch zahlreichen exotischen Sauna-Varianten entscheiden.

Bei der klassischen finnischen Sauna wird so richtig eingheizt: Temperaturen über 90 Grad, bisweilen sogar bis 110 Grad sind bei dieser Form der Sauna üblich. Da gleichzeitig eine niedrige Luftfeuchtigkeit von nur maximal 10 Prozent herrscht, wird die Hitze als angenehm empfunden. Ein Sauna-Gang sollte bei der finnischen Sauna niemals länger als maximal eine Viertelstunde dauern, danach erfolgt die Abkühlung durch eine Dusche oder das Eintauchen in ein Wasserbecken. Diese Prozedur kann bis zu dreimal wiederholt werden.

Im türkischen Hamam herrschen wesentlich niedrigere Temperaturen von lediglich 40 bis 50 Grad. Allerdings ist die Luftfeuchtigkeit mit bis zu 95 Prozent extrem hoch. So schwitzen Saunabesucher nicht nur sehr stark, auch die Poren der Haut öffnen sich weit, so dass ein gründlicher Reinigungsprozess in Gang gesetzt wird.

Die russische Banja unterscheidet sich hinsichtlich der Temperaturen kaum von der finnischen Sauna. Jedoch wird mit Hilfe von zahlreichen Aufgüssen (unter anderem auch mit Wodka!) auf die Steine des Saunaofens eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit erzielt. So werden Kreislauf und Durchblutung stark angeregt.

Bei der schwedischen Sauna steht neben dem Schwitzen auch das Baden im Mittelpunkt. Besonders beliebt ist dabei das Eisbaden im Winter in zugefrorenen Seen und Flüssen. Nachdem eiskalten Bad wird dann die Sauna besucht, in der Temperaturen um 80 Grad herrschen. Danach erfolgt wieder ein Badegang im kalten Wasser. Auf diese Art wird der Kreislauf mit extremen Temperaturunterschieden auf Touren gebracht.

Ein ganz besonderes Ambiente herrscht in einer Stollensauna: Wie der Name schon sagt, werden diese Saunen in stillgelegten Bergwerken eingerichtet. In der Regel wird in dieser beeindruckenden Umgebung dann ein Saunabetrieb nach finnischem Vorbild eingerichtet.

Die Gartensauna kann auf dem eigenen Grundstück errichtet werden. Das ist nicht nur eine gute Lösung, wenn nicht genug Platz sein sollte, sondern ermöglicht auch ein ganz besonderes Naturerlebnis in intimer Atmosphäre. Auch hier entscheiden sich die meisten für den Betrieb einer klassischen, finnischen Sauna.

Eine Erdsauna wird direkt ins Erdreich hinein gebaut. Da die Erde kühle Feuchtigkeit ausstrahlt, wird so ein reizvoller Kontrast zu den hohen Temperaturen von 90 Grad und mehr geschaffen, die vom Saunaofen erzeugt werden. Auch der Geruch in einer Erdsauna ist besonders angenehm.