Kampfsport und Wellness, verträgt sich das?

Kampfsport im Sinne des Wellnessgedanken ist nicht prügeln, sondern mehr Fitness und mehr Selbstbewustsein

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Wellness und Kampfsport, ein Widerspruch

Beim Kampfsport haben die meisten Leute zwei Sportler vor Augen, die wie zwei Irre aufeinander einprügeln.
Dabei ist dieser Wettkampf nur ein verschwindend kleiner Teil, des Kampfsporttrainings. Und was man im Fernsehen sieht sind oft Schwergewichtsprofikämpfe. Das ist eine ganz andere Nummer als Amateursport im Gedanken von Fitness und Wellness.
Außerdem werden Amateurwettkämpfe unter größtmöglichen Sicherheitsmaßnahmen für die Sportler ausgetragen. Es gibt besonders weiche Handschuhe, Kopf- und Zahnschutz und auch Polster, die vor dem kompletten Oberkörper getragen werden. Bei Kindern sind diese sogar obligatorisch.
Sicher ist kommt manchmal auch zu Verletzungen. Meist sind dies jedoch mehr Zerrungen infolge mangelnder Aufwärmung als blaue Augen oder aufgeplatzte Augenbrauen...

Die meisten Leute wären erstaunt, welch geringen prozentualen Anteil beim Kampftraining das Sparring hat. Also der Teil, bei dem man direkt am Gegner übt.
Den Löwenanteil macht Konditions- und Krafttraining aus. Hinzu kommt das Einüben der, wirklich komplizierten, Bewegungsabläufe der Schlagtechniken. So werden auch bei den meisten Prüfungen im Kampfsport diese Bewegungsabläufe geprüft und nicht die Schlagtechnik im Wettkampf. Die meisten Schläge die Sie im Training austeilen, werden in die Luft oder an den Sandsack gehen. Das ist anstrengend genug und reicht für die Steigerung Ihrer Leistung und der Koordination.

Auch und besonders für Frauen ist der Kampfsport ideal geeignet. Das beste Beispiel dafür ist Susi Kentikian. Ich bin ein totaler Fan dieses kleinen Kampfzwergs und würde sie gern mal gegen Stefan Raab sehen, aber das wird der wohl nicht mehr wollen...;-)
Außerdem ist es gerade für Frauen gut, sich in Gefahrensituationen verteidigen zu können.
Was Männer mit ihrer Körperkraft erledigen, können Frauen mit etwas Technik und Training viel besser. Wer selbst bereits einmal Kampfsport probiert hat, kennt die schmerzhaften Konsequenzen, mit welchem man rechnen muss, wenn man eine Frau unterschätzt.

Nein im Ernst, Täter die Frauen angreifen, sind auf der Suche nach Opfern. Eine Frau die in der Lage ist sich adäquat zu wehren, verliert ihren Opferstatus im selben Moment und wird zum Gegner. Mit Gegnern wollen diese Leute in der Regel nichts zu tun haben. Des weiteren stärken Frauen mit Kampfsporterfahrung ihr Selbstbewusstsein und strahlen dies nach außen hin auch aus. Ein Täter wird in so einer Frau gar kein Opfer mehr sehen.

Was wir mit diesem Artikel ausdrücken wollen ist, dass Kampfsport nicht nur etwas für stiernackige Türsteher ist, sondern praktisch jeder diesen Sport ausüben kann. Er steigert Ihre Fitness, Ihre Koordination, ihr Selbstvertrauen und macht nebenbei auch noch Spaß. Wichtig ist nur, dass Sie nicht nur kämpfen möchten, sondern einen Sport ausüben wollen.