Konstitutionstypen im Ayurveda

Konstitutionstypen im Ayurveda definieren sich durch die Doshas und ihr zusammenwirken

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Konstitutionstypen

Je nach Tradition wird von sieben beziehungsweise zehn Typen ausgegangen. Die Konstitution definiert sich durch die Doshas und ihr Zusammenwirken. Es gibt drei reine Dosha-Typen, also Kapha, Pitta und Vata, diese sind jedoch selten. Bei ihnen wirkt das jeweilige Dosha sehr dominant. Die häufigsten Konstitutionen sind Mischtypen aus zwei Doshas. Hier sind vier verschiedene definiert. In manchen Traditionen finden auch die Mischtypen aus drei Doshas Beachtung. Diese Mischung ist noch seltener als reine Typen. Hier gibt es drei mögliche Kombinationen. Im Ayurveda gibt es keinen guten oder schlechten Kontitutions-Typ, da jeder Mensch seine eigene Harmonie darstellt.

Leben im Einklang

Für alle Doshas gibt es typische Anzeichen in der äußeren Erscheinung, dem Charakter und der Neigung zu typischen Beschwerden. Der Ayurveda-Anwender wird durch Betrachtung und Befragung des Patienten dessen Konstitutionstyp bestimmen, sowie den Zustand der jeweiligen Doshas, also ob sie überaktiv oder zu wenig aktiv sind, feststellen. Anhand des Typs sowie der Arbeitsweise der jeweiligen Doshas werden die Anwendungen verordnet und Ratschläge zur Ernährung und Lebensweise gegeben.

Jedes Dosha, so wird im Ayurveda angenommen, führt zur Vollkommenheit. Da jeder Mensch das Potential zur Vollkommenheit trägt, ist folglich der Weg dorthin ein sehr individueller. Alle Möglichkeiten sind verschieden, doch nicht im qualitativen Sinne. Daher sind ayurvedische Anwendungen sehr individuell auf den Menschen zu geschnitten und etwa eine Kräutertee-Mischung, die für einen Typ heilsam ist, kann für einen anderen wirkungslos sein, oder etwaige Beschwerden noch verstärken.

Es gibt Methoden, die ein Dosha aktivieren, oder dämpfen. Auf diese Weise wird Harmonie hergestellt und so klingen Beschwerden ab. Die Konstitutionstypen ermöglichen nicht nur die Symptome an sich zu relativieren, sondern auch die Ursache dahinter zu behandeln. Als Beispiel mag folgende Überlegung dienen: Wenn Sie Kopfschmerzen haben, nehmen Sie eine Tablette, die Kopfschmerzen werden gestillt. Jedoch spielt es hier keine Rolle, ob Ihre Kopfschmerzen durch Migräne, chronische Verspannungen der kleinen Nackenmuskeln oder auf Grund anderer Ursachen auftreten. Der Konstitutions-Typ im Ayurveda richtet sich genau nach der Überlegung, woher Beschwerden kommen und, trachtet diese Disharmonie zu beheben. Auf diese Weise verschwinden nicht nur die Kopfschmerzen, sondern auch andere Beschwerden, die durch die gleiche Ursache mit ausgelöst werden. So kann die Ayurvedische Methode mit Fug und Recht als ganzheitlich bezeichnet werden. Der unterstützende und heilsame Effekt tritt auch bei Wellness-Anwendungen im ayurvedischen Sinne auf. Etwa eine Anpassung der Lebensgewohnheiten an den Konstitutionstyp kann präventive Auswirkungen haben. Harmonie der Kräfte im Menschen stellt Gesundheit her und hilft, sie zu erhalten.