Entschlackung und Stoffwechsel

Beim Saunabaden wird ein Prozess der Enschlackung in Ihrem Körper angeregt und es zeigt sich eine Wirkung auf Ihren Stoffwechsel.

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Sauna Entschlackung

Entschlacken in der Sauna (Trinken oder nicht trinken, das ist hier die Frage)
In der Sauna heizen wir unseren Körper extrem auf und dies hat unter anderem eine Auswirkung auf die Tätigkeit unserer Schweißdrüsen. Bei einem Saunabesuch mit ca. 3 Saunagängen verlieren Sie 0,5 bis 1 Liter Flüssigkeit. Der Flüssigkeitsverlust führt in weiterer Folge zu einer Verdickung Ihres Blutes, weil dem Blut das Wasser entzogen wird. Ein weiterer Nebeneffekt, der in dieser Folge auftritt ist die verstärkte Aufnahme von Schadstoffen und Ausscheidungsstoffen, die mit dem Blut abtransportiert werden.

Was ist Entschlackung?

Manche sprechen hier vom Prozess der Entschlackung. Dabei ist der Begriff Entschlackung in diesem Zusammenhang nicht ganz richtig und sorgt für Missverständnisse. Denn Schlacke ist eigentlich ein Rückstand aus einem Verbrennungsprozess, der so aber in unserem Körper gar nicht gebildet wird. Es bleibt daher fraglich, welche Stoffe denn eigentlich diese Schlacken im Körper sind, von denen vorwiegend in der Alternativmedizin gesprochen wird. Sprechen wir daher lieber von Schadstoffen.

Viele meinen, Schadstoffe werden einfach herausgeschwitzt. Da aber der Schweiß nur zu 1 Prozent aus "Schadstoffen", wie Kalium, Kochsalz oder Harnstoff besteht, verlieren Sie mit dem Schweiß eben hauptsächlich Wasser. Da aber das dickflüssigere Blut mehr Schadstoffe aufnimmt, können die Nieren auch mehr Schadstoffe ausfiltern und über den Urin ausscheiden. Der Urin wiederum kann aber nicht unbegrenzt Schadstoffe aufnehmen. Es ist daher wichtig, dem Körper auch wieder Wasser zuzuführen. Ob und wieviel Sie jetzt während der Sauna trinken sollen, bleibt unseres Wissens eine nicht geklärte Frage.

Trinken während der Sauna?

Dagegen spricht, dass Flüssigkeit, die während des Saunabadens aufgenommen wird, sofort wieder zur Schweißbildung herangezogen wird. Skeptiker behaupten, dass der Körper nur richtig „entschlackt“ / entgiftet werden kann, wenn Sie zwischen den Saunagängen nichts trinken.
Dafür spricht, dass es unbedingt vermieden werden soll, den Körper auszutrocknen. Nur wenn der Körper ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung hat, können Beschwerden vermieden werden und können die Nieren mit der Flüssigkeit auch die Schadstoffe aus dem Blut filtern.

Viel Trinken vor und nach der Sauna

Wir empfehlen dies nicht zur Wissenschaft zu machen und auf Ihren Körper zu hören. Haben Sie während den Saunagängen Durst, dann trinken Sie. Durst ist bei einem gesunden Menschen immer ein Alarmsignal, dass bereits Wassermangel besteht. Falls Sie keinen Durst während der Sauna verspüren, trinken Sie auf jeden Fall vor der Sauna und nach der Sauna entsprechend viel. Mit vollem Wasserspeicher sind Sie auch für mehrere Saunagänge gut gerüstet und brauchen keine Angst vor Beschwerden (wie Übelkeit, Schwindel oder Kreislaufprobleme) zu haben. Vermehrte Flüssigkeitszufuhr vor und nach der Sauna erhöht auf jeden Fall den Entgiftungseffekt Ihres Körpers.