Körpertemperatur in der Sauna

Sauna Körpertemperatur: Ihr Körper unter Extrembedingungen in der Saunakammer

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Sauna Körpertemperatur

Mit dem Besuch einer Sauna setzt man sich, überzeichnet gesagt, freiwillig Extrembedingungen aus. In der Saunakammer entstehen immerhin Temperaturen bis zu 100° Celsius. Beim Abkühlen im Winter im Freien herrschen Minus-Grade. Selbst eine kalte Dusche oder ein Tauchbad können schnell einmal unter 10° Celsius erreichen. Wie kann der Körper solche Extremtemperaturen überhaupt aushalten? Die Temperatur im Inneren des Körpers ist aber nicht die gleiche wie die Temperatur der Haut. Während sich die Haut in der Sauna sehr stark erhitzt und teilweise über 40° Celsius erreicht, erwärmt sich das Innere des Körpers "nur" um 1 bis 2° Celsius.
Diese kurzfristige Erhöhung der Körpertemperatur ist aber einer der gewünschten Effekte beim Saunabaden. Durch diese Temperaturerhöhung beschleunigt sich der Stoffwechsel und wirkt ähnlich einem künstlichen Fieber. 

Der Körper wird nun versuchen der erhöhten Umgebungstemperatur entgegenzuwirken. Zum Einen wird sich der Wärmetransport des Körpers umdrehen. Normalerweise ist die Innentemperatur des Körpers höher als die Umgebungstemperatur und der Körper gibt Wärme über die Haut ab. In der Sauna liegt die Umgebungstemperatur  und auch die Hauttemperatur plötzlich über der Umgebungstemperatur. Daher wird Wärme ins Innere des Körpers abgegeben. Zum Anderen wird der Körper anfangen mehr oder weniger zu schwitzen und über die Verdunstung des Schweiß auf der Haut versuchen sich herunterzukühlen. Dieser zweite Vorgang ist in der Sauna offensichtlich zu sehen. Wenn die Verdunstung höher ist als die Schweißbildung, dann ist kein Schweiß auf der Haut zu sehen. Dies erklärt, warum manche Saunabesucher vermeintlich "nicht schwitzen".