Wirkung der Sauna auf die Gesundheit

Die Wirkung der Sauna auf unsere Gesundheit ist unbestritten, aber warum ist das eigentlich so.

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Sauna und Wirkung

Verließen sich die Menschen früher einfach auf ihr Gefühl beim Saunabaden, so wird seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts intensiv geforscht und die Wirkung der Sauna nach wissenschaftlichen Kriterien hin durchleuchtet. Heute können wir daher glücklicherweise auf eine Fülle von Informationen und wissenschaftlich fundierten Forschungsberichten zurückgreifen, um die Wirkung der Sauna auf unseren Körper und auf unsere Seele besser zu verstehen.

Besonders in Österreich und in Deutschland wurden sehr viele Untersuchungen durchgeführt und die Ergebnisse lassen eindeutig darauf schließen, dass die Sauna eine Wirkung auf Körper und Wohlbefinden hat. Es gibt zwar in Teilbereichen immer wieder Meinungsverschiedenheiten unter den Experten, aber auch unter Ärzten wird die Wirkung der Sauna inzwischen (weil wissenschaftlich erforscht) anerkannt.

Wirkung der Sauna

Die Wirkung der Sauna hängt eng mit dem Funktionieren des menschlichen Wärmehaushalts zusammen. Der Wärmehaushalt des Körpers versucht über die Wärmeregulierung die Körperwärme (Körpertemperatur) konstant auf 37°Celsius zu halten. Diese Temperatur ist für das Funktionieren bestimmter chemischer Vorgänge in unserem Körper notwendig. Falls die Temperatur absinkt, so versucht der Körper durch die Muskelbewegung beim Zittern wieder Wärme zu produzieren. Steigt hingegen die Körpertemperatur (beispielsweise durch zu hohe Umgebungstemperatur), versucht der Körper durch Verdunsten von Schweiß die Haut herunterzukühlen.

Hat man Fieber (also eine höhere Körpertemperatur als normal), so werden die Stoffwechselvorgänge beschleunigt und es werden mehr weisse Blutkörperchen (Leukozyten) erzeugt, als bei Normaltemperatur. Der Körper versucht sich mit der höheren Temperatur selbst zu heilen.
In der Sauna wird nun die Umgebung und unser Körper erwärmt. Dadurch versucht der Körper einerseits sich wieder abzukühlen, indem wir zu schwitzen beginnen. Mit dem Schweiß verlieren wir Schadstoffe, wie beispielsweise Ammoniak oder Harnstoff. Auch überschüssiges Kochsalz wird mit dem Schweiß ausgeschieden, welches wir vermehrt über die Nahrung zu uns nehmen. Die Poren und die Haut werden auf natürliche Weise gereinigt. Anderseits steigt im Körper die Temperatur und wie beim Fieber wird der Stoffwechsel angeregt. Die Blutgefässe erweitern sich, es kommt zum Ansteigen der Herzfrequenz und der Atemfrequenz.

Wer aber glaubt, er könnte Bakterien abtöten, in dem er in die Sauna geht, der irrt. Es hat sich gezeigt, dass dies nicht funktioniert. Wer krank ist, sollte nicht in die Sauna gehen.

Bei der Abkühlung

Bei der Abkühlung ziehen sich die Blutgefässe wieder zusammen, was diese trainiert. Die Körpertemperatur wird wieder auf normales Maß abgesenkt und der Kreislauf in Schwung gebracht. Das immunsystem wird nachweislich durch die Sauna gestärkt. Aber nur der Wechsel von heiß und kalt sorgt für dieses Training. Die durch das Schwitzen verlorenen Elektrolyte sollten aber nach der Sauna wieder ausgeglichen werden. Trinken Sie daher nicht nur reines Wasser nach der Sauna, sondern eher verdünnte Fruchtsäfte, oder Ähnliches.

Sauna wirkt auf die Atemwege

Sauna wirkt positiv auf unsere Atemwege, weil sich die Wärme die Schleimhäute besser durchblutet werden. Die feuchte Luft tut den Bronchien gut und das Durchatmen fällt wegen der entspannten Muskeln leichter.

Abnehmen in der Sauna?

Abnehmen kann man aber in der Sauna nicht. Das geringere Gewicht auf der Waage nach dem Saunabad kommt nur durch das herausgeschwitzte Wasser zustande und sollte durch nachtrinken ausgeglichen werden. Fett kann in der Sauna nicht herausgeschwitzt werden, obwohl man sehr oft etwas anderes hört.