Badestube oder Badehaus

Die Badestube bzw. das Badehaus war eine Sauna-ähnliche Einrichtung in den Städten ab dem 17.Jahrhundert für betuchte Klientel.

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Badestube - Badehaus

Fragen sie Ihre Großeltern. Diese werden die Badestube oder auch Badehaus genannt, teilweise noch kennen. Es begann zwar schon ab dem 17.ten Jahrhundert, daß in den Städten öffentliche Badeeinrichtungen betrieben wurden, aber diese Badestuben hielten sich in manchen Städten relativ lange. Anfangs war die Badestube nicht nur eine Saunaähnliche Einrichtung, die zur Körperpflege betrieben wurde, sondern auch auch eine kleine Heilstätte, in der die sogenannten Bader (welche die Badestube betrieben) auch kleinere Operationen oder auch das bekannte Schröpfen betrieben. Letzteres war auch der Grund, weshalb die meisten Badestuben aus hygenischen Gründen wieder geschlossen wurden.

Da aber ein Bad bzw. eine Badewanne für die meisten Leute unerschwinglich waren, gingen die Leute in die öffentliche Badestube und konnten dort gegen Entrichtung einer kleinen Gebühr Baden, Duschen und teilweise auch Saunieren. Das wurde sehr gerne vor dem Wochenende in Anspruch genommen, aber auch Samstag Abend war ein beliebter Badetag. Die Badewannen standen dabei teilweise in Kabinen, die man benutzen konnte, während in einer größeren "Kammer" ein Ofen stand. In dieser Kammer gab es heißes Wasser und kaltes Wasser zur freien Verwendung und Bänke auf unterschiedlichen Höhen, die das "Schwitzen förderten". Dies kommt dem heutigen Saunagänger sicher bekannt vor.