Infrarotkabine nicht nur im medizinischen sondern auch im privaten Bereich

In der Infrarotkabine wird mit Wärmestrahlung Ihr Körper erwärmt und nicht die Raumluft.

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Infrarotkabine

In der Regel besitzen Infrarotkabinen einen rechteckigen Aufbau, jedoch sind sie auch teilweise in Eck-Variationen mit Rundungen erhältlich. Die Gesamtheit wird durch Platten umschlossen, die entweder ein- oder zweiwandig sind. In der Kabine sollte normalerweise eine Bedienung Platz finden, mit der man Wirkung, Wärme, Leselampe und Außenlicht steuern kann. Zusätzliche Produkte, wie Farblichttherapien sind ebenfalls häufiger Bestandteil von Wärmekabinen. Eine Infrarotkabine sollte darüber hinaus über ein Sicherheitssystem verfügen, welches die Kabine nach der abgelaufenen Zeit automatisch ausschaltet.

Wärmekabinen mit Liegesitz

Eine Wärmekabine mit Liegesitz bringt jede Menge Komfort mit sich. Man sollte jedoch darauf achten, dass der Liegesitz aus einem Material hergestellt wurde, welches speziell auf Säurebeständigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit getestet wurde. Der Liege- und Sitzkomfort wird um ein hohes Maß vergrößert, wenn ein spezieller Sitz integriert wurde. Darüber hinaus ist am Sitz oft eine Steuerungseinheit angebracht, mit der man Musik, Licht, Wärme und Liegeposition regulieren kann.

 

Wie wirkt eine Wärmekabine auf den menschlichen Körper?

In der Kabine heizt kein Ofen, sondern es wird mit Strahlungswärme gearbeitet. In der Regel verwandeln sich daher die meisten Infrarotstrahlen erst in Wärme, wenn diese auf den Körper treffen. Durch das Eindringen der Strahlen entsteht eine sehr wohltuende Wirkung. Ein besonders großer Vorteil von den Kabinen im Vergleich zur Sauna ist, dass man diese nicht aufwärmen muss und somit jede Menge Energie sparen kann. Die Umgebung einer Kabine erwärmt sich schließlich nur auf ca. 38 bis 43 Grad Celsius.

Anwendungsbereiche einer Infrarotkabine

Die Infrarotwärmekabine wird sowohl im privaten als auch im medizinischen und kommerziellen Bereich eingesetzt. Vor allem Wellness-Hotels verfügen meistens über solche Kabinen, um ihre Gäste von oben bis unten verwöhnen zu können. In der Medizin setzt man die Wärmekabinen vor allem ein, um die punktuelle Wirkung der Heizlampen auf den gesamten Körper zu transferieren. In Reha-Einrichtungen gehört eine solche Kabine zum Standard-Inventar.

Hygiene ist wegen der niedrigen Temperatur wichtig

Aus hygienischen Gründen sollte stets ein Handtuch verwendet werden. Im Vergleich zur Sauna bestehen sehr niedere Temperaturen, weshalb sich Geruch schnell ausbilden kann. Daher ist es sehr wichtig die Bänke häufig zu reinigen. Hierzu gibt es sehr viel Zubehör und spezielles Reinigungsmittel. Herkömmliche Putzmittel sollten keinesfalls zum Einsatz kommen, da diese das Holz schädigen können. Es könnten Flecken entstehen, die nur sehr schwer entfernbar sind. Zur Not könnte man es mit feinkörnigem Schmirgelpapier versuchen. Weiteres Zubehör, wie Aromatropfen oder Aromaduftlampen könnten ebenfalls je nach Vorliebe erworben werden. Hierbei gibt es eine große Auswahl, sodass sicherlich jeder etwas passendes für den eigenen Geschmack finden wird. Vernebeler werden ebenfalls gerne für die Wärmekabine eingesetzt. Ein Vernebeler verbreitet trockenen, feinen Nebel, der außerordentlich gut für die Hautporen und die Bronchien ist. Weiterhin ist es möglich ganze Sets zu erwerben.

Für die Erzeugung der Strahlungswärme werden unter anderem folgende Technologien eingesetzt:

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Wärmeplatten

Eine besonders komfortable Variante stellen die Infrarot Wärmeplatten dar. Sie werden rundum in der Infrarotkabine angeordnet und Ihr Körper wird daher angenehm von allen Seiten gleichmäßig mit Wärme angestrahlt. Im Kopfbvereich läßt man die Wärmeplatten meist weg, dadurch fällt die Wärmestrahlung uim Kopfberecih aus, was zusätzlich für Hitzeempfindliche Menschen sehr wohltuend ist. Die Wärmeplatten geben die Wärmestrahlung konstant bei immer gleichbeibender Temperatur ab, damit kann die Wärme sehr gut unter die Haut eindringen. Der Anteil an Konvektionswärme (Wärme, die an die Luft abgegeben wird) ist sehr gering, es entsteht kein Saunaeffekt Durch die niedrigere Temperatur der Infrarot Wärmeplatten ist kein Sicherheitsabstand zum Körper nötig.

Nach einer Aufheizzeit von ca. 5 Minuten wird eine Wärmestrahlung abgegeben, die in etwa 65% der maximalen Wärmestrahlung entspricht.

Infrarot Wärmeplatten gibt es auch als Nachrüstsatz für Saunakabinen, damit ergänzen Sie Ihre Sauna um die Möglichkeiten einer komfortablen Infrarotkabine und können beides je nach Bedarf nutzen.

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Infrarotkabine mit Wärmefolie

Die Infrarot Wärmefolie wird wenn möglich im gesamten Kabinenbereich angebracht, um eine gleichmäßige Infrarot Wärmestrahlung zu erreichen. Die Wärmefolie wird dabei hinter einer/der Holzverkleidung angebracht, was eine Nachrüstung bei einer bestehenden Saunakabine fast unmöglich macht. Es ergeben sich jedoch durch die Holzverkleidung Verwirbelungen der Wärmestrahlung. Ein Abstand zu der Folie oder zur Holzverkleidung ist aufgrund der geringeren Temperatur nicht nötig. Der Anteil an über Konvektionswärme abgegebene Wärmestrahlung an die Luft ist sehr gering. Es entsteht kein Saunaeffekt.

Durch die gleichmäßige permanente Infrarotstrahlung bei konstanter Temperatur wird die Wärmestrahlung als sehr angenehm empfunden und die Wärme dringt gleichmäßig in die Haut ein.

Nach einer Aufheizzeit von ca. 5 Minuten wir etwas mehr als 40% der maximalen Wärmestrahlungsleistung erreicht.

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Keramikstrahler

Bei den Keramikstrahlern wird die Wärme punktuell im Bereich der Strahler abgegeben. Die Temperatur am Keramikstrahler ist relativ hoch ( ca. zwischen 40 und 65 Grad Celsius) und es muß daher auf einen gewissen Abstand zum Strahler hin geachtet werden, da man sich ansonsten verbrennen kann. Ein Schutzgitter, um diesen Abstand zu gewährleisten, wird dringend empfohlen. Die Temperatur der Strahler muß immer wieder geregelt werden und es ergeben sich systembedingt Temperatur und damit Strahlungsschwankungen.
Durch die erhöhte Temperatur ist der Anteil an Konvektionswärme (=Abgabe der Temperatur an die Luft und nicht an die Haut) sehr hoch. Es entsteht ein Saunaeffekt.

Die Keramikstrahler benötigen eine relativ kurze Aufheizzeit. Nach ca. 5 Minuten werden bereits etwas mehr als 40% der maximalen Strahlung abgegeben.

Infrarot Keramikstrahler werden auch als Bausatz zum Nachrüsten für Ihre bereits bestehende Sauna angeboten und stellen eine sehr günstige Möglichkeit dar, Ihre Sauna um die Infrarot-Funktionalität zu erweitern. Zu beachten ist aber die sehr hohe Oberflächentemperatur, welche bei ca. 800% Celsius liegt. Sie müssen duch bauliche Maßnahmen für einen Mindestabstand zum Körper sorgen, um Verbrennungen zu vermeiden.