Aromamassage, als Wellnessprogramm

Die Aromamassage, eine Form der klassischen Rückenmassage, bei der ätherische Öle zum Einsatz kommen.

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Aromamassage

Die Aromamassage ist eine Form der klassischen Rücken- und Ganzkörpermassage, bei der ätherische Öle zum Einsatz kommen und somit als Teil der Aromatherapie angesehen wird. Bereits im alten Ägypten fanden Kräuter und Pflanzenextrakte ihre Anwendung für Bäder und verschiedene Therapien. Die wohltuende Wirkung der Düfte von ätherischen Ölen und Essenzen war schon damals bekannt. Somit wurden bereits vor vielen Jahrhunderten die Essenzen wegen ihrer entspannenden Wirkung für die Aromamassage eingesetzt. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin wurden aus Kräutern und Heilpflanzen diverse Öle hergestellt, die sowohl für die Aromatherapie als auch für Massagen verwendet wurden. In Europa wurde die Aromamassage erst in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt, nachdem Bücher über die heilende Wirkung spezieller Öle veröffentlicht wurden. Inzwischen findet man die Aromamassage aber in allen gängigen Wellnesstipps. Ätherische Öle werden heute besonders in kosmetischen Mitteln, als Raumduft oder als Badezusatz verwendet.

Wie wirkt eine Aromamassage?

Bei der Aromamassage werden ätherische Öle sanft in die Haut massiert. Im Wellnessbereich haben sich zahlreiche Praxen auf diese Art der Massage spezialisiert. Der Duft der sich entfaltenden Öle bewirkt eine entspannende und wohltuende Wirkung. Für die Aromamassage kann sich der Patient selber einen Duft aussuchen, den er als angenehm empfindet. Da den unterschiedlichen ätherischen Ölen auch eine heilende Wirkung zugeordnet wird, kann das Öl auch entsprechend den körperlichen Beschwerden des Patienten angepasst werden. Die Essenzen können somit eine entspannende, wärmende, entzündungshemmende, belebende oder stimulierende Wirkung haben.
Bei den Essenzen handelt es sich um hochwertige, rein pflanzliche Produkte, die aus Blüten, Früchten, Wurzeln oder Blättern hergestellt werden. Diese Essenzen dürfen allerdings keinesfalls unverdünnt auf die Haut gebracht werden, so dass stark fetthaltige Öle als Trägerstoff dienen. Diese haben wiederum den Vorteil, dass sie die Haut weich und geschmeidig machen. Dass der Duft des Massageöls bei der Aromamassage den Massageraum durchflutet, hat für den Patienten eine zusätzliche angenehme Wirkung. Bei den Düften handelt es sich meist um Wacholder, Sandelholz, Lavendel, Rosmarin oder Eukalyptus.
Während der Massage nimmt der Körper über die Haut die Wirkstoffe des ätherischen Öls auf, so dass Inhaltsstoffe bereits nach etwa einer halben Stunde sowohl im Blut als auch in der Atemluft des Patienten nachgewiesen werden können.
Zusätzlich regt die Massage sowohl die Zirkulation des Blut- und Lymphsystems an und wirkt sich positiv auf das Nervensystem aus.
Körperliche Beschwerden, die durch Stress ausgelöst werden, wie beispielsweise Kopfschmerzen oder Verspannungen der Muskulatur, verschwinden durch die Aromamassage innerhalb kurzer Zeit.
Nach der Aromamassage ist es ratsam, eine Ruhepause einzulegen, die der Patient am besten in eine Decke gehüllt, auf der Massageliege verbringt. Das ätherische Öl sollte nach der Behandlung für mehrere Stunden auf der Haut verbleiben, damit sich die Wirkung weiter entfalten kann.