Floating- Schwerelose Entspannung

Im Salzwasserbad mit Floating entspannen. Baden auf eine ganz andere Art.

Foto: Simone van den Berg
Floating

In unserem modernen Zeitalter versucht jeder Mensch auf seine Weise, den täglichen Belastungen entgegen zu treten. Stress im Beruf und private Alltagssorgen machen von Zeit zu Zeit sicherlich jedem einmal zu schaffen. Um den Stress aus dem Leben zu bekommen, kann sportliche Betätigung sehr sinnvoll sein. Aber auch verschiedene Entspannungs- und Meditationstechniken wie Autogenes Training oder Yoga finden großen Anklang.
Das Floating nimmt im Wellness-Bereich mittlerweile einen wichtigen Stellenwert ein und wird in zahlreichen Städten angeboten. Auch wenn das Floating erst vor wenigen Jahren bekannt geworden ist, so handelt es sich um keine gänzlich neue Entspannungsmethode. Bereits im Jahr 1954 wurde der erste Floating-Wassertank von dem amerikanischen Wissenschaftler Dr. John C. Lilly entwickelt. Ursprünglich wurde der Floating-Tank für medizinische Forschungszwecke verwendet, dank der ständigen Weiterentwicklung dient der Tank heute lediglich der Entspannung.

Was ist unter Floating zu verstehen?

Das Floating ist eine Entspannungsmethode, bei der gestresste Menschen in einen Wassertank steigen, der mit einer hochkonzentrierten Salzwasserlösung befüllt wurde. Die Wasserdichte wird durch den Salzgehalt so weit erhöht, dass man in dem Wasser nicht untergehen kann, sondern praktisch auf der Wasseroberfläche schwebt. Ähnlich wie im Toten Meer kann man sich einfach auf den Rücken legen und sich entspannen. Sorgen vor dem Untergehen braucht sich niemand zu machen.
Die Wassertemperatur liegt bei etwa 35°C und entspricht somit annähernd der normalen Körpertemperatur. Heutige Floating-Tanks erinnern an eine überdimensionale Muschel oder an ein Ei. Bei einer durchschnittlichen Länge von zwei Metern und einer Breite von rund 1,50 Meter, befindet sich an der Oberseite ein Deckel, der während des Floatens geschlossen wird. Somit sieht der Floating-Tank aus wie eine verschließbare Badewanne.
Vor dem Floaten ist es aus hygienischen Gründen üblich, sich gründlich zu duschen. Anschließend geht es in den Floating-Tank.
Die Muskeln können sich völlig entspannen, da das Körpergewicht vom Wasser getragen wird und der Körper zur Ruhe kommt. Eine Floating-Sitzung dauert in der Regel 45 Minuten. In den ersten 15 Minuten wird leise Musik abgespielt, die den Floater zunächst an die ungewohnte Umgebung gewöhnen soll. Während dieser Zeit wird der Floating-Tank mit einem gedämpften Licht erfüllt.
In sehr moderne Floating-Tanks wurde an der Innenseite des Deckels ein kleiner Bildschirm integriert, über den der Floater entspannende Bilder, wie z.B. rauschende Wasserfälle oder Ähnliches, ansehen kann.
Auf Wunsch können während des Floatings jedoch alle ablenkenden und störenden Quellen ausgeschaltet werden. Somit würde sich der Floater nach 15 Minuten in absoluter Stille und Dunkelheit entspannen können. Da unsere gesamte Umwelt völlig reizüberflutet ist und wir ständig von irgendwelchen Geräuschen umgeben sind, kann das Floaten ohne Musik und Licht nur angeraten werden.
Die geschützte Umgebung des Floating-Tanks, die Stille, Wärme und das Gefühl der Schwerelosigkeit lassen Stress und Ärger in kürzester Zeit in Vergessenheit geraten.
Da Geist und Körper während des Floatings äußerst entspannt sind, sorgen Wellness-Betreiber dafür, dass der Floater sehr langsam und ruhig wieder aus diesem Zustand zurück geführt wird. Deshalb wird das Ende der Floating-Sitzung durch ein langsames Anschalten des Lichtes angekündigt.
Wer regelmäßig Floating-Anwendungen genießt, wird bestätigen, dass 45 Minuten im Floating-Tank genauso erholsam sind, wie ein mehrstündiger Schlaf. Der Körper wird von einem durchdringenden Leichtigkeitsgefühl durchdrungen, das über einen mehrstündigen Zeitraum anhält.
Ein anschließender Erschöpfungszustand, wie man es nach einem heißen Vollbad kennt, ist nach der Floating-Sitzung nicht zu erwarten.
Neben der nachweislichen Entspannung wirkt sich das Floating auch begünstigend auf den Körper aus. Der hohe Salzgehalt des Wassers wird von Personen mit Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte als sehr angenehm empfunden. Ebenso berichten Rheumatiker über einen deutlichen Rückgang von Gelenkbeschwerden. Wer unter Rückenschmerzen oder Verspannungen leidet, sollte das Floating unbedingt einmal ausprobieren.
Lediglich Menschen, die unter Epilepsie, Thrombosen, infektiösen Erkrankungen oder offenen Hautstellen leiden, sollten auf das Floaten besser verzichten.