Richtige Ernährung im Herbst und Winter

So essen Sie sich fit und kommen gesund durch Herbst und Winter. Sonne für Körper und Seele.

Draußen wird es immer kälter und dunkler, der Winter naht. Viele Menschen leiden unter der fallenden Temperatur und dem weniger werdenden Licht. Nicht nur, dass das Wartezimmer beim Arzt voll mit hustenden und verschnupften Leuten ist - nein, auch die psychiatrischen Abteilungen in Krankenhäusern kämpfen gegen Jahresende mit einer (viel zu) hohen Anzahl an depressiven Patienten.

Da das nasse, windige und kalte Wetter sich so stark auf unseren Körper und unsere Seele auswirkt, ist es in dieser Jahreszeit besonders wichtig, auf seine Ernährung zu achten. Die richtigen Nahrungsmittel versorgen uns rundum mit Wärme, und geben uns Motivation und Energie für die kommenden Monate.

Was man für den Körper essen sollte

Flüssigkeit

Viele vergessen im Winter darauf, genug zu trinken. Aber nicht nur im Sommer ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, nein, genauso essentiell ist das Trinken in der kalten Jahreszeit. Vor allem zur Vorbeugung von Verkühlungen und dergleichen, ist es unerlässlich. Unsere Schleimhäute können Krankheitserreger nur dann richtig abwehren, wenn sie mit genug Flüssigkeit versorgt werden. Tee oder warmes Wasser sind dafür die optimalen Getränke, aber auch Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt (beispielsweise Salat, Gemüse, Obst, Suppen) sind gute Feuchtigkeitsspender. Obst und Gemüse liefern zudem hochwertige Minderalien und Vitamine, auf die man im Winter ebenfalls nicht verzichten sollte.

Vitamine und Mineralstoffe

Unser Immunsystem schützt unseren Körper vor Erkrankungen. Daher ist es besonders in der kalten Jahreszeit wichtig, es mit allen essentiellen Nährstoffen zu versorgen, damit es optimal arbeiten kann. Im Winter sollte man besonderen Wert darauf legen, genug Zink, Selen, Vitamin C und E, sowie essentiellen Fettsäuren zu sich zu nehmen.
Eine vollwertige Ernährung, also viele Vollkornprodukte, hochwertige Pflanzenöle und natürlich Obst und Gemüse, füllen unsere Vitamin- und Mineralstoffspeicher optimal auf.

Besonders gut sind - sowohl für die Umwelt, unser Immunsystem und als Erkältungsvorsorge - traditionelle Wintergemüse geeignet. Rote Rüben, Kohl, Kürbis, Zwiebeln und Kraut liefern uns die nötige Kraft für den Winter.

Vitamin D

Dieses Vitamin ist ganz besonders wichtig in der kalten Jahreszeit. Es sorgt für ein sonniges Gemüt und gute Stimmung. Gleichzeitig stärkt Vitamin D unsere Knochen, das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Vitamin D kann vom Körper selbst über die Haut hergestellt werden, das funktioniert aber nur, wenn die Haut genug Tageslicht abbekommt. Aufgrund der langen Dunkelheit leiden besonders im Herbst und im Winter viele Menschen an depressiven Verstimmungen und Lustlosigkeit. Ein winterlicher Spaziergang in der Sonne stärkt also nicht nur unser Immunsystem und bringt den Kreislauf in Schwung - er hebt auch die Laune und sorgt für eine gesunde Seele. Weiters sind Menschen, die sich im Winter viel im Tageslicht bewegen, weniger anfällig für Grippewellen und Erkältungen.

Lebensmittel, die von Innen wärmen

Gewisse Lebensmittel haben die Fähigkeit, viel Energie freizusetzen und uns so von innen zu wärmen, während andere unseren Körper eher kühlen. Wer im Winter also viel friert und unter kalten Händen oder Füßen leidet, kann versuchen, mit der richtigen Ernährung Abhilfe zu schaffen.

Der Klassiker unter den wärmenden Lebensmitteln ist die Suppe, die neben Wärme auch für eine zusätzliche Feuchtigkeitszufuhr sorgt. Generell ist es zu empfehlen, bei Kälte auf Rohkost zu verzichten, und stattdessen auf Gekochtes zurückzugreifen. Wer gerne Fleisch isst, sollte im Winter vor allem Rind, Ente und Lamm verzehren. Als Snack sind besonders getrocknete Früchte, Walnüsse, Haselnüsse und Maroni zu empfehlen. Zum Frühstück ist Hafer oder Milchreis anzuraten, da auch Getreide wärmend wirken kann - wenn man es kurz röstet und danach kocht. Scharfes, wie Cayenne, Pfeffer, Zwiebel, Lauch, Knoblauch, Nelken und Chili, sowie Gewürze a la Zimt, Fenchel, Nelken oder Anis heizen uns ebenfalls von Innen auf. Tees, aber auch Lebkuchen und andere Backwaren, sollte man in der kalten Jahreszeit daher unbedingt mit Zimt, Anis und Co. zubereiten. In keiner Küche sollte im Winter der Ingwer fehlen - nicht nur zur Zubereitung von (allen voran asiatischen) Speisen, sondern auch zum Verfeinern von Tee, oder einfach in heißem Wasser mit einem Schuss Zitrone, ist er bestens geeignet.