Rasieren mit dem Rasiermesser, ein neuer Trend?

Warum schwören so viele auf die Schärfe des Rasiermessers? Wir zeigen Ihnen, warum Sie keine Angst vor dem Rasiermesser haben müssen

Die heutige Männergeneration greift überwiegend zum Elektrorasierer oder Nassrasierer, wenn die nächste Bartpflege ansteht. Mann glaubt, dies wäre nicht nur eine bequemere und schnellere Art der Bartrasur, sondern auch eine wesentlich sicherere. In Wirklichkeit ist es aber der kleine Teil der Herren, die ein Rasiermesser zur Bartpflege nutzen, welche weniger Verletzungen davontragen. Das liegt vielleicht an der Konzentration, die bei der Rasur mit dem Rasiermesser aufgebracht wird, wohl eher scheint es aber die Technik zu sein, die unfallfrei durch die Rasur hilft. Das Rasiermesser gibt es schon so lange, wie es den männlichen Bartwuchs gibt – der Umgang damit ist schnell gelernt.
Wer bisher noch kein Rasiermesser in den Händen gehalten hat, der muss sich allerdings erst umstellen, denn das Rasieren mit Sicherheitsprodukten ist etwas ganz anderes, als das mit der blanken Klinge.  Der Trick dabei ist, den richtigen Winkel zu erwischen, um die Barthaare perfekt abschneiden zu können, ohne sich dabei selbst zu verletzten.

Die Umstellung: langsames gleiten statt Hektisches rasieren

Zugegeben, Anfangs braucht es seine Zeit, ehe der Mann mit dem neuen Rasiermesser vertraut ist. Auch zukünftig wird eine Rasur mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dafür ist das Ergebnis aber perfekt und ganz nebenbei beginnt der Alltag auch wesentlich entspannter, als beim „schnell-schnell“ mit dem Elektro- oder Nassrasierer. Bevor es losgeht, gilt es aber zunächst, das Gesicht gründlich zu reinigen. Heißes Wasser und entsprechende Reinigungsprodukte sind ein Muss. Denn Schmutzpartikel können schnell in die Poren eindringen und für Entzündungen sorgen. Außerdem entspannen sich Barthaar und Haut durch das warme Wasser, was für eine gründlichere und vor allem sanftere Rasur sorgt. Im nächsten Schritt sollte Rasierschaum oder ein Gel aufgetragen werden. Auch dies hat einen positiven Effekt auf das spätere Ergebnis. Es schützt die Haut und weicht besonders kräftige Bärte auf, wodurch Ziepen vermieden und das Barthaar bis zum Ansatz geschert werden kann.
Nun ist Präzision gefragt – aber vor allem Ruhe. Mit der freien Hand wird die zu rasierende Gesichtspartie gestrafft, mit der anderen Hand das Rasiermesser im 30-Grad-Winkel langsam und in Wuchsrichtung der Barthaare geführt. Dabei wird die Klinge nicht aufgedrückt – sondern nur sanft und ohne jeglichen Druck über die Haut geführt. Dies ist besonders wichtig um Verletzungen zu vermeiden. Besonders Nutzer von kommerziellen Produkten werden hier anfangs üben müssen, denn die meisten Männer rasieren schnell und mit entsprechendem Druck auf den Rasierapparat. Doch auch der exakte Winkel ist wichtig, denn nur so rasiert das Rasiermesser präzise und ohne einen Schnitt zu hinterlassen.
Das Rasiermesser eignet sich besonders gut, um präzise zu trimmen und formen zu können. Mit ein wenig Übung werden viele Männer schon bald ihren Spaß an der besonderen Form des Rasierens finden und vielleicht sogar etwas ganz Neues am Bart ausprobieren.