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Sauna bei Krankheit

Gibt es gesundheitliche Einschränkungen für die Sauna? Darf man bei Krankheit oder Unwohlsein nicht in die Sauna?

Ein finnisches Sprichwort sagt „ Wer zur Sauna gehen kann, geht auch in die Sauna“. Damit ist schon fast alles gesagt: Sauna ist immer gesund, es sei denn ein Mensch ist durch eine Krankheit geschwächt und er kann den Weg zur Sauna nicht mehr bewältigen. Nachstehend sind einige weitverbreiteten Krankheiten und die Möglichkeiten des Saunabadens aufgeführt.
Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind weit verbreitet. Im Gegensatz zu früher, wo von Bewegung und auch von Saunagängen abgeraten wurde, weiß man heute, das moderate Saunagänge bei solchen Erkrankungen durchaus positive Effekte haben und empfehlenswert sind.

Bei welchen Symptomen zum Arzt statt in die Sauna?

Obwohl die Sauna für jeden Menschen gesundheitliche Vorteile bringt, gibt es ein paar ernstzunehmende Kontraindikationen, die gegen einen Saunabesuch sprechen. Bei einigen Erkrankungen sollten Sie sehr vorsichtig sein und erst einmal Ihren Arzt fragen, ob und wann Sie einen Saunabesuch durchführen können. Die wichtigsten Gegenanzeigen gegen einen Saunabesuch haben wir hier aufgeführt.

So ist zum Beispiel für Patienten, die an Asthma leiden, ein Saunabesuch mit Vorsicht zu behandeln. Grundsätzlich profitiert ein Asthmatiker von einem Saunagang. Warum ist das so? Ein Saunabesuch entspannt die Bronchialmuskulatur, was dazu führt, dass der Asthmatiker besser und tiefer durchatmen kann. Allerdings ist bei akuten Asthmaproblemen der Saunabesuch tabu, denn im akuten Zustand kann sich die Bronchialmuskulatur nicht entspannen ohne medizinische Hilfe.

Auch bei anderen Atemwegserkrankungen kann die Sauna besucht werden. Der Gang in die Sauna kann dazu führen, dass die Atmung erleichtert wird, da sich die Atemwege erwärmen. Das hat auf die Schleimproduktion, die Abwehrleistung und die Muskulatur der Bronchen einen förderlichen Einfluss. Natürlich solle auch hier der Arzt gefragt werden, ob es eventuelle Einschränkungen gibt - beispielsweise das die Sauna nicht zu heiß sein sollte.

Bei Venenleiden sollten Sie Ihren Arzt erst kontaktieren, bevor Sie in die Sauna gehen. An sich werden durch den Wechsel von Kaltwasseranwendungen und warmen Fußbädern die Venenwände gekräftigt, was gut ist bei einer leichten Venenschwäche. Ist diese aber ausgeprägt, sollten Sie erst Ihren Arzt konsultieren und um Rat fragen, ob Sie in die Sauna gehen dürfen.

Auch Akne Patienten profitieren von einem Saunagang durch die reinigende Wirkung, die durch die starke Hautdurchblutung auftritt. Wenn Sie allerdings offene Wunden haben, sollten Sie von einem Saunabesuch aus hygienischen Gründen absehen. Offene Wunden können sich auch leicht infizieren, daher sehen Sie besser von einem Saunabesuch ab, wenn Sie offene Akne Wunden haben. Falls Sie ein Rheuma Patient sind, dürfen Sie nur in den entzündungsfreien Zeiten in eine Sauna. Die Wärme würde Entzündungen verschlimmern

Ein Saunagang wird immer empfohlen, um das Immunsystem zu stärken. Wenn Sie aber einen akuten Infekt haben, müssen Sie der Sauna fernbleiben, bis Ihre Symptome wieder abgeklungen sind. Dies ist für Sie wichtig, denn die Wärme würde zu einer Verstärkung des Infektes führen und es ist für die anderen Saunabesucher wichtig, die sich anstecken könnten.

Seien Sie vorsichtig mit der Sauna, wenn Sie einen hohen Blutdruck haben. Die Wärme führt dazu, dass sich die Blutgefäße stark erweitern. Fragen Sie in Ihrem Falle Ihren Arzt. Es gibt hier zwei Meinungen zu Sauna und Bluthochdruck. Die eine besagt, dass der Blutdruck langfristig abgesenkt werden kann durch die Sauna, eine andere Meinung verbietet den Saunagang. Auf jeden Fall sollten Sie nicht in das kalte Becken springen nach einem Saunagang, denn dies kann zu belastend für die Gefäße sein.

Wer an einer akuten Nierenerkrankung leidet sollte grundsätzlich die Sauna meiden. Wenn Sie aber unter Nierensteinen leiden, sind gelegentliche Saunagänge zu empfehlen. Das Schwitzen in der Sauna senkt die Harnstoffwerte ab und dies kommt den Nieren zugute.

Menschen, die unter Herzproblemen wie Herzflattern oder an Herzrhythmusstörungen leiden, sollten auf keinen Fall in die Sauna gehen. Die Wärme und der schnelle Wechsel von heiß zu kalt sind Gift für ein krankes Herz. Wer schon einen Herzinfarkt hatte, darf auch auf keinen Fall in die Sauna gehen. Wenn Sie leichte Herzbeschwerden verspüren, suchen Sie vor einem Saunagang den behandelnden Arzt auf und fragen Sie ihn um Rat.

Wer einen Schlaganfall hatte, muss unbedingt vor einem Saunabesuch seinen behandelnden Arzt fragen, ob er in eine Sauna darf. Falls der Arzt einen Saunagang befürwortet, müssen dennoch einige Regeln befolgt werden. Die Temperatur von 60 Grad sollte nicht überschritten werden. Aufgüsse sollten ebenso nicht heißer als 60 Grad sein, oder am besten verzichten Sie auf einen Aufguss. Was für Herzinfarktpatienten gilt, gilt auch auf Schlaganfallpatienten: Verzichten Sie unbedingt auf eiskaltes Wasser! Kühlen Sie stattdessen Ihren Körper langsam ab.

Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen sollten auch unbedingt erst Ihren Arzt fragen, bevor sie in eine Sauna gehen. Die durch den Saunagang erhöhte Körpertemperatur kann manchmal dazu führen, dass die Medikamente wesentlich schneller über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Das hängt mit der veränderten Durchblutung der Organe zusammen. Leber und Nieren, die für die Verstoffwechselung von Medikamenten zuständig sind, werden auch stärker durchblutet und sorgen für einen anderen Umsatz der zugeführten Mittel. Diabetiker sollten aus diesem Grunde nicht unmittelbar vor einem Saunabesuch Insulin spritzen.