Akupressur, Heilmethode aus China

Die Akupressur kommt auch aus der chinesischen Medizin, nutzt aber im Gegensatz zur Akupunktur keine Nadeln

Die Akupressur ist eine chinesische Heilmethode, die oft mit der Akupunktur verglichen wird. Im Gegensatz zu dieser nutzt die Akupressur zwar die gleichen Punkte, bedarf aber keinen Nadeln. Die Meridiane können von einem jedem selbständig gedrückt werden, wenn man ein paar Regeln beachtet. Es ist auf jeden Fall etwas Fingerspitzengefühl gefragt.

Ein ganz einfaches Beispiel ist folgendes: Wer Migräne hat, reibt sich von alleine die Schläfen. Bei Schmerzen im Magen wandert die Hand auf den Bauch, genauso wie sie bei einer Nackenverspannung zum Nacken wandert. Die Akupressur arbeitet mit einem ähnlichen Prinzip. Mit einfachem Fingerdruck auf bestimmte Punkte des Körpers sollen Beschwerden verschwinden bzw. gelindert werden. Die Akupressur ist ein Teil der traditionellen chinesischen Medizin. Der Lehre nach strömt durch die insgesamt 12 Meridiane eines Menschen die Lebensenergie, die Qi genannt wird. Wenn der Energiefluss blockiert ist, wird der Mensch krank. Durch Fingerdruck auf die einzelnen Meridiane soll die Energie wieder zum Fließen gebracht werden.

Es werden verschiedene Kurse und Fortbildungen zur Akupressur angeboten. Eine Ausbildung, die nur dieses Thema umschließt, gibt es allerdings nicht. Es ist jedoch möglich eine Tuina-Therapeuten-Ausbildung zu absolvieren. Hierin ist die Lehre der Akupressur enthalten.

Es gibt viele hunderte Akupressur Punkte. Alle sind identisch mit denen der Akupunktur. Der einzige Unterschied besteht darin, daß hierbei keine Nadeln verwendet werden. Der Vorteil der Akupressur ist, daß jeder sie an sich selbst anwenden kann. Es müssen einfach die Fingerkuppen fest auf einen bestimmten Punkt gelegt werden und dann kreisen, klopfen oder drücken. Die Liste der Anwendungsgebiete ist sehr lang. Von Rücken- und Kopfschmerzen über Zahnweh bis hin zu chronischen Erkrankungen - all diese Probleme können mit der Akupressur gelindert oder gar behoben werden. Es gibt viele Bücher zu diesem Thema, so daß man sich die Technik einfach aneignen kann. Am besten ist es jedoch, wenn man einen bewanderten Arzt befragt oder aber an einem Kurs teilnimmt. Dann lernt man nämlich die richtigen Handgriffe. Fehler bei der Akupressur können allerdings keine schweren Folgen nach sich ziehen. Schlimmstenfalls wird der Punkt nicht getroffen und es passiert einfach nichts. Nebenwirkungen wie leichter Schwindel sind harmlos.

So wird akupressiert

Die Fingerkuppen müssen bei jeder Akupressur in kreisender Bewegung oder in Längsrichtung zu dem Körper hin über dem jeweiligen Punkt bewegt werden. Wenn die Akupressur im Bereich der Muskeln angewandt wird, kann man kräftig drücken. Sollte man Punkte im Gesicht oder knöcherne Teile behandeln, sollte man recht vorsichtig massieren. Kräftigere Personen vertragen eine Behandlung in aller Regel besser als geschwächte Leute. Punkte, die sich in der Nähe eines erkrankten Bereiches befinden, sollten niemals länger als 40 Sekunden massiert werden. Fernpunkte an Armen und Beinen können ruhig länger als 1 Minute massiert werden. Zu den wichtigsten Punkten gehört die Talsenke. Wenn der Daumen an die Hand angelegt wird, entsteht eine kleine Erhöhung. An der höchsten Stelle liegt der Punkt. Die Massage dieses Punktes soll gegen allgemeine Schmerzzustände helfen. Das Göttliche Tor liegt auf der Beugefalte des Handgelenkes am äußeren Rand der äußeren Sehne. An dieser Stelle sollte akupressiert werden, wenn man eine innere Unruhe verspürt oder Schlafstörungen hat. Das Meer der Energie liegt an der Mittellinie des Bauches vier Fingerbreit nach unten. Bei Durchfall und Menstruationsbeschwerden sollte hier massiert werden.

Akupressur kann man in fast jeder Stadt machen lassen. Bestenfalls sucht man nach Heilpraktikern. Im Internet kann man für jede Stadt gesondert in einer Suchmaschine suchen. Auf diese Weise wird man am schnellsten fündig.