Indische Massage von Tantramassage bis Ayurvedamassage

Zu den indischen Massagearten zählen die Lingam Masage, die Yoni Massage aber auch die Ayurveda-Massage

Eines gleich vorweg. DIE indische Massage gibt es nicht. Unter diesem Oberbegriff sind vielmehr viele Massagearten zusammengefasst. Die bekanntesten sind wohl die Tantramassage und die Ayurvedamassage.
Indische Massagen dienen, im Gegensatz zu vielen anderen Massageformen, weniger der Wiederherstellung der Gesundheit und des Wohlbefindens, sondern sind in den allermeisten Fällen reine Wellness-Massagen. Die einzige Ausnahme stellt die Ayurveda-Massage dar, die eine rein auf gesundheitliche Aspekte ausgelegte Massage ist.

In den letzten Jahren haben sich indische Massagen auch im Westen etabliert und werden von vielen Einrichtungen angeboten. Immer mehr Menschen wenden die indische Massage auch Daheim an. Dies trifft im Besonderen auf die Tantramassage zu.
Die indische Massage wird sowohl als Ganzkörper- als auch als Teilmassage angewendet.

Tantramassagen

Wie indische Massagen in mehrere Unterarten unterteilt sind, so verhält es sich auch mit der Tantramassage. Sie ist ein Überbegriff und fasst verschiedene Erotikmassagen zusammen. Zu den Tantramassagen zählen zum Beispiel die Lingam-Massage und die Yoni-Massage. Neben den reinen Massagetechniken hat die Tantramassage auch spirituelle und erotische Aspekte und wird auch häufig im Rahmen der Partnermassage angewendet.

Die Ursprünge des Tantra reichen bis in das 2. Jahrhundert zurück, wobei die Lehre erst ab dem 7. oder 8. Jahrhundert vollständig vorliegt.

Die Lingam-Massage

Die Lingam-Massage ist eine, speziell auf den Mann abgestimmte, Erotikmassage. Bei dieser speziellen Form der Tantramassage, wird überwiegend der Genitalbereich des Mannes stimuliert. Wobei ein Orgasmus ein angenehmer Nebeneffekt sein kann, aber nicht das Ziel ist. Wenn es zu einem Orgasmus kommt, wird dieser in der Regel als wesentlich intensiver und erfüllender empfunden. Auch die Dauer des Orgasmus ist länger als gewöhnlich. Die Lingam-Massage geht jedoch noch über das rein Körperliche hinaus und hat noch eine spirituelle und energetische Komponente.

Erfüllt werden sollen in erster Linie die Bedürfnisse nach körperlicher Nähe und Sinnlichkeit. Bei der Lingam-Massage wird mit Bedacht und großer Achtsamkeit gegenüber dem Körper des Partners vorgegangen.
Die Lingam-Massage ist sehr häufig der Abschluss einer erotischen Ganzkörper-Massage.

Ein Lingam-Massage kann man mit oder ohne Massageöl ausführen. In den allermeisten Fällen wird eine Massage mit Öl jedoch als angenehmer empfunden.
Massiert werden der Hodensack, der Schaft des Penis und die Eichel. Dabei werden Techniken verwendet, die das Eindringen des männlichen Gliedes in den weiblichen Körper nachahmen oder dies zum Teil auch nur andeuten. Wenn sich ein Orgasmus ankündigt, wird mit der Massage innegehalten und diese wird erst fortgesetzt wenn die Erregung abgeklungen ist.

Die Yoni-Massage

Die Yoni-Massage ist das weibliche Pendant zur Lingam-Massage. Wie beim Mann ist auch bei der Yoni-Massage das Ziel nicht unbedingt ein Orgasmus, doch kann man mit einer regelmäßigen Anwendung die Orgasmusfähigkeit der Frau deutlich steigern. Anwenderinnen berichten auch sehr häufig von einem besseren Körpergefühl und einer intensiver erlebten Sinnlichkeit, als beim normalen Geschlechtsakt.

Die Yoni-Massage ist von sexuellen Handlungen im eigentlichen Sinne abzugrenzen. Allerdings ist nichts dagegen einzuwenden, wenn diese im Anschluss an die Massage erfolgen.

Bei der Yoni-Massage werden erogenen Zonen der Frau und der Genitalbereich massiert. Wie beim Mann auch, wird die Anwendung eines Massageöls oder Gleitmittels als sehr angenehm empfunden.
Neben den klassischen Massagetechniken, wird auch eine Penetration der Vagina angedeutet.

Wie bei der Lingam-Massage auch ist die Yoni-Massage oft der Abschluss einer erotischen Ganzkörper-Massage.

Ayurveda-Massagen

Im Gegensatz zu den meisten indischen Massagen, steht bei der Ayurveda-Massage nicht das Wohlfühlen im Vordergrund, sondern es sollen vielmehr gesundheitliche Probleme behandelt werden. Die Ayurveda-Massage ist eine Ganzkörpermassage, wobei es aber auch Teilmassagen gibt die zum Beispiel ausschließlich auf dem Rücken oder im Gesicht durchgeführt werden.

Nach der Lehre des Ayurveda, müssen die drei Doshas (Lebensenergien) des Menschen im Gleichgewicht gehalten werden, sonst kann es zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Es gibt das Kapha Dosha, das Vata Dosha und das Pitta Dosha. Die Doshas sollten sich in Harmonie befinden, werden aber durch ungesunde Ernährung oder zum Beispiel auch Stress aus dem Gleichgewicht gebracht. Der menschliche Körper kann darauf mit Krankheiten oder Unwohlsein reagieren.

Durch diese spezielle Form der indischen Massage, sollen die drei Doshas wieder in Harmonie miteinander gebracht werden.
Der Ayurveda-Arzt führt zuerst eine Diagnose durch, indem er die Zunge oder auch den Herzschlag überprüft. Auch eine intensive Befragung des Patienten gehört mit zur Diagnostik.

Im Anschluss daran wird ein Therapiekonzept erstellt, dass exakt auf den Patienten abgestimmt ist. Dieses wird während der Behandlung gegebenenfalls nochmals angepasst.

Man kann also sehen, dass die indische Massagen eine außerordentliche Vielfalt aufweisen und von der Heilbehandlung bis zu reinen Wellness-Massagen, alle Teilbereiche der Massage abgedeckt sind.