Sportmassage - Vorbereitung auf den Wettkampf

Bei der Sportmassage steht nicht der Wellnessgedanke im Vordergrund, sondern die Vorbereitung auf den Sport

Während bei den meisten Massagen der Wellness-Gedanke im Vordergrund steht, so geht es bei Sportmassagen in der Regel um die Wiederherstellung der Leistung nach einem harten Training oder Wettkampf, die Vorbereitung auf einen solchen und zur Behandlung von sportbedingten Verletzungen und Verschleiß-Erscheinungen beziehungsweise der Vermeidung dieser. Ebenso geht es darum, “totes” Gewebe, wie es zum Beispiel nach einem Muskel- oder Sehnenriss durch Narbenbildung entsteht, wieder in einen Zustand zu bringen, wie er vor der Verletzung bestand.

Natürlich hat man auch einen gewissen Wellness-Effekt, doch dieser hält sich bei einer Sportmassage eher in Grenzen.

Bedingt durch den Umstand, dass ein Sportler in der Regel belastbarer in Bezug auf Schmerzen ist als ein Otto-Normal-Bürger und weil eine Sportmassage ganz andere Aufgaben erfüllen muss als eine Wellnessmassage, greift ein Sportmasseur auch schon mal kräftiger zu. Diese Sportmassage-Griffe und besonders diejenigen die tief im Muskelgewebe wirksam sind, können manchmal schon sehr schmerzhaft sein, allerdings ist die Wirkung im Nachhinein auch wesentlich besser als bei einer herkömmlichen Massage.

Bei einer Sportmassage kann man grob in drei Gruppen einteilen.
Man unterscheidet zwischen Massagen vor, während und nach Abschluss eines Wettkampfs. Dies trifft sowohl auf die unmittelbare Wettkampfzeit zu, als auch auf den größeren Zeitraum mit Vorbereitung, Wettkampf und der Wiederaufnahme des normalen Trainings.

Hinzu kommen noch, die Vermeidung von Verletzungen, Verkürzungen der Erholungsphasen und einer damit verbundenen höheren Trainingsintensität. Zudem wird der Körper leistungsfähiger und auch die permanenten Schmerzen durch das Training unter denen insbesondere Leistungssportler leiden, lassen sich so auf ein Minimum reduzieren oder sie verschwinden ganz. Auch chronische Verletzungen und deren Spätfolgen, lassen sich durch die richtigen Massagen meist sehr wirkungsvoll behandeln oder zumindest stark lindern.

Der richtige Sportmasseur

Als Erstes geht es darum, den richtigen Sportmasseur zu finden. Nur die wenigsten Sportler kommen aus dem Bereich des Leistungssports wo einem ein guter Masseur vom Sponsor zur Verfügung gestellt wird. Und nur sehr wenige Vereine beschäftigen einen eigenen Masseur.

Also muss man sich auf dem freien Markt jemanden finden, der sich damit auskennt. Und dies ist nicht immer ganz einfach.

Idealer Weise kommt der Masseur aus dem Bereich des Sports oder ist selbst Sportler. Außerdem sollte er eine richtige Sportmassage-Ausbildung absolviert haben und alle wichtigen Sportmassage-Techniken kennen. Allerdings ist besonders der Punkt Ausbildung vom Sportler sehr schlecht beurteilbar, denn ob das Diplom an der Wand von einer anerkannten Ausbildungsstätte oder nicht, ist nur mit mühsamer Recherche heraus zu finden und auch dann  kann man nicht sicher sein, dass der Masseur sein Handwerk auch versteht. Aus diesem Grund greifen viele Sportler auf die Empfehlungen anderer Sportfreunde oder von Trainingskollegen zurück.

Hat man einen guten Sportmasseur gefunden, ist es ratsam auch bei diesem zu bleiben. Nur auf diese Weise ist es möglich, dass der Therapeut den Körper des Sportlers, seine Intentionen, die Trainingsintensität und die einzelnen Trainingsphasen sehr gut kennt und seine Massagen entsprechend darauf abstimmt. Auf diese Weise kann er eventuelle Probleme meist schon im Vorfeld erkennen und diesen Vorbeugen. So kommt es es nicht zu Ausfallzeiten, mit dem entsprechenden Trainingsrückstand.

In der Vorbereitung auf einen Wettkampf reicht beispielsweise eine Massage zur Lockerung der Muskulatur völlig aus. Unmittelbar vor einem Vergleich mit anderen Sportlern, geht es zusätzlich noch um die Entspannung bis in die Tiefe der Muskeln, Dehnung von Muskeln und Bändern und auch darum die Psyche des Athleten ein wenig zu lockern und diesem so ein wenig vom Trainingsstress zu nehmen, so das dieser auch mental gut vorbereitet an den Start gehen kann.

Wann sollte man eine Sportmassage durchführen?

Der Idealfall wäre, wenn man vor und nach jedem Training eine entsprechende Sportmassage durchführen würde. Allerdings ist dies für die meisten Sportler schon aus Kostengründen nicht möglich. Der Zeitaufwand spielt da auch noch eine entscheidende Rolle.

Man kann auch keine pauschale Massage-Frequenz angeben, da jeder Sportler anders trainiert. Doch kann man sagen, dass bei einer Trainingshäufigkeit zwischen drei und fünf Mal pro Woche, zwei Massage-Sitzungen schon sehr effektiv sein können.

Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man die Massagen entweder in einem Zeitraum von mindestens vier Stunden nach dem Training oder an den Tagen zwischen den Sporteinheiten durchführen. Am besten konsultiert man den Sportmasseur in dieser Frage und erkundigt sich im Kreis seiner Sportkameraden nach deren Vorgehensweise.