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Shiatsu Massage

Was ist eine Shiatsu Massage und wie wird sie durchgeführt?

Shiatsu ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die manuell durchgeführt wird. Sie stammt ursprünglich aus Japan, wobei ihre Wurzeln in den Traditionen der chinesischen Gesundheitslehre liegen. Wortwörtlich übersetzt bedeutet 'shi' Finger und 'atsu' Druck, also Fingerdruck. In diesem Sinne wird Shiatsu mit einer achtsamen Berührung durch die Fingerspitzen, Handballen und sogar Ellenbogen ausgeübt. Aber auch die Knie und Füße können vereinzelt zum Einsatz kommen. Durch den Druck auf bestimmte Körperstellen lassen sich Blockaden lösen, damit die Lebensenergie Qi (japanisch) oder Chi (chinesisch) freier fließen kann. Grundsätzlich handelt es sich beim Shiatsu um eine sanfte Therapieform, bei der keine extremen körperlichen Belastungen entstehen.

Für wen ist diese Massage geeignet?

Im Grund ist Shiatsu für jedermann geeignet, wobei die Zielgruppe speziell Menschen mit körperlichen oder seelischen Beschwerden sind. Selbst wenn überhaupt keine Probleme vorliegen, lässt sich diese Massage genießen, allerdings gibt es dabei bestimmte Ausschlusskriterien. Wer zum Beispiel an akuten Erkältungen leidet, bei dem kann es dadurch zu einer folgenschweren Belastung sowie Schwächung des Kreislaufs kommen. Generell ist Shiatsu bei fiebrigen Infekten nicht anzuraten. Aber auch bei akuten Verletzungen am Bänder- und Skelettsystem ist die Massage ein Tabuthema, wenn unter anderem ein Bandscheibenvorfall vorliegt. Des Weiteren eignet sich Shiatsu unter Umständen nicht als Behandlungsmethode bei Bluthochdruck, Epilepsie, Krampfadern, Osteoporose und Tumoren. Wenn Zweifel bestehen, stets vor der Behandlung einen medizinischen Experten konsultieren, beispielsweise den behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten. Bei eventuellen Krankheiten oder sonstigen Besonderheiten ist ebenfalls eine Rücksprache mit dem Shiatsu Masseur vor der Behandlung erforderlich.

Keine Shiatsu Massage bei aktuen Erkrankungen oder Verletzungen. Vorsicht bei Bluthochdruck oder Krampfadern. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt.

Wie ist die Wirkung?

Bei der Shiatsu Massage ist das Spektrum im Hinblick auf die Wirkung sehr breit ausgelegt, deswegen eignet sie sich als Behandlungsmethode in vielen verschiedenen Lebenssituationen. Zu den möglichen Effekten gehört das Lindern von langanhaltenden Schmerzen und Wiederherstellen der allgemeinen Leistungsfähigkeit, genauso wie das Stärken des Immunsystems und Anregung des Stoffwechsels. Darüber hinaus beschleunigt Shiatsu die diversen Genesungsprozesse nach schweren Krankheiten und Unfällen. Mit der Massage stimuliert der Therapeut die Enden der Nerven und löst dort Impulse aus, welche im zentralen Nervensystem als Signale der Entspannung konvertiert und danach zurück an die Muskeln gesendet werden. Dadurch erweitern sich nachweislich die Blutgefäße, sodass es zu einer besseren Durchblutung kommt. So führt die Massage zu einer verbesserten Versorgung der behandelten Haut mit Sauerstoff und wichtigen Wirkstoffen. Außerdem regt Shiatsu nachhaltig den Lymphstrom an, als Folge verringern sich Ansammlungen von Flüssigkeiten im Gewebe. Dank der verbesserten Durchblutung hilft die Massage beim Abtransport von Giften, sodass der Körper besser entgiften kann. Außerdem verringern sich durch das Entkrampfen der Muskeln stressige Empfindungen. Darüber hinaus beugt Shiatsu auf lange Sicht schweren Verletzungen durch verkrampfte Körperstellen vor. Nach einer wohltuenden Massage erleben die Patienten ein intensives Gefühl der Entspannung und Ruhe.

Welche Körperteile werden massiert?

In der Regel massiert der Therapeut beim Shiatsu alle Körperteile, bei bestimmten Problemen liegt die Konzentration auf den ausgewiesenen Zonen. Diesbezüglich verläuft jede Massage individuell und ist abgestimmt auf vorliegende Beschwerden. So haben viele Menschen schmerzhafte Blockaden in den Füßen, Nacken, Schultern sowie in den Ober- und Unterschenkeln. Zuerst werden Rücken und Bauch des Patienten abgetastet, um die Körpermeridiane zu lokalisieren.

  • Füße
  • Nacken
  • Schultern
  • Oberschenkel, Unterschenkel

In der traditionellen chinesischen Medizin stellen Meridiane die Kanäle dar, durch welche die Energien im Körper fließen. Neben der Stimulation durch einen starken, aber trotzdem noch angenehmen Druck, finden auch sanfte Berührungen statt. Des Weiteren erfolgen Dehnungen sowie Rotationen von einzelnen Körperteilen. So erfährt der Patient eine tiefgehende Lockerung und fühlt sich nach der Behandlung belebt und erholt.

Was passiert bei Shiatsu?

Mit der Shiatsu Massage lassen sich energetische Blockaden im Organismus lösen. Ausgehend von den fernöstlichen Überlieferungen bestehen Menschen nicht nur aus körperlicher Materie, zu denen Muskeln, Knochen und Organe gehören. Vielmehr spielt das Qi eine wesentliche Rolle, welches sich aber in einer nicht sichtbaren Energie manifestiert. Dabei erfolgt der Transport durch den gesamten Körper über die Bahnen der Meridiane. Jedoch kann es im stressigen Alltagsleben passieren, dass sich dabei durch falsche oder einseitige Bewegungen nachteilige Blockaden einstellen. Aber auch sehr starke Emotionen und anstrengende Situationen blockieren die Meridiane. Als Folge staut sich das Qi, es kommt zu Beschwerden, die sich auf einer körperlichen sowie seelischen Ebene zeigen. Deswegen liegt die Ausrichtung beim Shiatsu nicht rein auf einem physischen Niveau, sondern hilft auch bei psychischen Symptomen wie depressiven Stimmungen, Burnout und Trauer. So profitieren davon sowohl Personen in einer Lebenskrise als auch jemand, der durch die Büroarbeit verspannt ist und unter Kopf- und Nackenschmerzen leidet.

Wie sieht der konkrete Ablauf einer Shiatsu Massage aus?

Eine Shiatsu Massage findet normalerweise in einer ruhigen und erholsamen Atmosphäre statt. Bevor die Behandlung beginnt, macht sich der Therapeut erst einmal ein genaues Bild über die existierenden Beschwerden. Dazu stellt er Ihnen konkrete Fragen zur Dauer sowie Intensität der Symptome und wo sie genau auftreten. Auch bereits bestehende Erkrankungen bedürfen einer vorherigen Rücksprache. Im Vergleich zu herkömmlichen Massagen erfolgt Shiatsu entweder liegend auf einer gepolsterten Matte oder einem japanischen Futon. Bestimmte Techniken der Massage werden im Sitzen ausgeführt. In westlichen Ländern behalten die Patienten ihre Kleidungsstücke bei der Behandlung an. Deshalb sollten die Anziehsachen bequem sein, sodass Sie sich darin die ganze Zeit wohlfühlen und locker bewegen können. Beim Shiatsu handelt es sich um eine energetische Körperarbeit, bei welcher der Therapeut vorsichtig alle Körperstellen abtastet, an denen sich die vermutlichen Energieblockaden befinden.

  • ruhige Atmosphäre
  • Abklärung der Symptome
  • Behandlung in bequemer Kleidung
  • Massage und diverse Haltegriffe
  • Phase der Ruhe

Im Anschluss erfolgt eine anregende Massage am Verlauf der Meridiane. Diesbezüglich zählen Drücken, Greifen und Kreisen zu den typischen Massagetechniken. Um den Energiefluss ganzheitlich zu stimulieren, sind alle Bewegungsabläufe sanft und ruhig. Des Weiteren setzt der Therapeut auch diverse Haltegriffe ein. Dabei werden die Körperteile passiv in einer bestimmten Stellung gehalten und die Muskulatur gedehnt. Zum Abschluss der Behandlung erhalten Sie eine kurze Phase der Entspannung und Ruhe, um die Nachwirkungen der Berührungen sowie Bewegungen zu spüren. Gewöhnlich dauert eine Sitzung etwa 50 bis 60 Minuten, bei starken Beschwerden kann die Dauer auch länger sein. Für einen tiefgehenden Effekt auf den ganzen Körper ist ein länger andauernder Zyklus mit mehreren Massagen zu empfehlen.

Was bringen Shiatsu Massagekissen?

Elektronisch betriebene Shiatsu Massagekissen verfügen über zahlreiche Vorteile, dazu gehören die relativ geringen Anschaffungskosten. Im Vergleich dazu sind die Preise für regelmäßige Behandlungen bei einem Therapeuten recht hoch. Außerdem sind die Geräte einfach in der Anwendung und lassen sich sowohl örtlich als auch zeitlich flexibel einsetzen. Damit können Sie sich eine Massage immer dann gönnen, wenn Sie eine benötigen und sind nicht von anderen Menschen abhängig. Zwar ersetzen Massagekissen keine professionell durchgeführte Massage, haben aber eine entspannende und wohltuende Wirkung auf den ganzen Körper. Dabei wird die besondere Wirkungstechnik der Shiatsu Massage nachgebildet. Im Kissen sind rotierende Kugeln eingebaut, welche die unterschiedlichen Meridiane massieren. Diese Kugeln drücken sich tief in die Muskulatur und kneten sie durch. Abhängig vom Gerät gibt es auch zusätzliche Funktionen zur Auswahl. Dazu gehören weitere Druckpunkte, Vibration- und Wärmefunktionen, die eine nachgewiesene Auswirkung auf verspannte Muskeln haben. Beim Kauf eines Massagekissens sollten Sie vor allem auf die richtige Größe achten. Es gibt spezielle Modelle, die optimal in den Nacken passen, genauso wie größere Varianten für den ganzen Körper. Das Kissen darf bei der Massage nicht verrutschen, deshalb spielt sein Gewicht eine tragende Rolle. Aus diesem Grund ist ein vorheriges Ausprobieren empfehlenswert. Ausschlaggebend ist auch die Reinigung des Massagekissens, dafür sollte sich der Bezug abnehmen und in der Waschmaschine waschen lassen. Allerdings darf das Gerät nicht falsch positioniert werden, sonst drücken die Kugeln auf die Knochen und erzeugen dadurch noch zusätzliche Schmerzen.

Shiatsu Massagekissen ersetzen keine Behandlung, haben aber eine entspannende Wirkung.

Benötigt man eine Ausbildung, um Shiatsu zu praktizieren?

Um Shiatsu Massagen auszuüben, bedarf es in Deutschland keiner staatlich anerkannten Ausbildung. Des Weiteren ist auch keine heilberufliche oder medizinische Vorbildung notwendig. Wer die Behandlungsmethode jedoch als Beruf praktizieren möchte, sollte vorher an einer entsprechenden Ausbildung teilnehmen. Nur so haben die Patienten die Sicherheit an einen heilkundigen und seriösen Therapeuten zu gelangen. Darüber hinaus gibt es im Bereich der Gesundheits- und Heilberufe bestimmte Restriktionen, welche dabei ihre Anwendung finden. Für die Ausbildung gibt es deutschlandweit verschiedene Institute. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass sie von den jeweiligen nationalen Berufsverbänden anerkannt sind. Im Angebot stehen sowohl kompakte als auch berufsbegleitende Kurse, in denen das benötigte Wissen fundiert und praxisnah vermittelt wird. Die Teilnehmer an der Ausbildung sollten ein großes Maß an Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein für das Wohlergehen ihrer Patienten mitbringen.

Fazit

Wer unter körperlichen oder mentalen Problemen leidet, kann von der Shiatsu Massage auf verschiedenen Ebenen profitieren. Dabei lassen sich nicht nur verspannte Muskeln lockern, sondern auch allgemein der gesundheitliche Zustand verbessern. Wichtig ist ein regelmäßiges Durchführen der Behandlungsmethode, um ganzheitliche Resultate zu erzielen. Als Alternative zum Therapeuten gibt es Massagekissen für die Entspannungsmethode aus Fernost im Angebot.

Quellen:
https://www.naturheilkunde.de/naturheilverfahren/shiatsu.html
https://www.lifeline.de/therapien/shiatsu-massage-id47140.html

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Zuletzt überarbeitet: 18. Mai 2021