Wie finde ich die zu mir passende Sportart

Was ist der ideale Sport für mich. Mit unserer Checkliste motiviert zu mehr Fitness

Wer kennt das nicht? In regelmäßigen Abständen nimmt man sich vor, nun endlich gesünder zu leben, seinen Körper zu formen, und mehr Bewegung zu machen. Ein Sixpack und die Ausdauer eines Marathonläufers scheinen nur ein paar Trainingseinheiten entfernt. Anfangs schafft man es vielleicht sogar, doch meist nimmt die Motivation nach ein paar Tagen oder Wochen rasant ab. Dann gewinnt der innere Schweinehund wieder die Überhand und die gemütliche Couch mit Fernseher wirkt deutlich attraktiver, als die Joggingrunde im Regen oder das 15 Straßenbahn Stationen entfernte Fitnessstudio.

Man kann es drehen und wenden wie man will - ohne eine gewaltige Portion an Konsequenz, wird man sich im oben genannten Moment kaum aus der Türe bewegen. Doch so eine Verbissenheit hat bei diesem Thema kaum jemand. Wie schaffen es also die anderen, sportlich zu sein? Und wozu überhaupt seine kostbare, spärliche Freizeit für etwas vergeuden, was man nicht gerne macht?
Tja - genau hier muss man ansetzen!

1. Sport soll Spaß machen

Es hat keinen Sinn, sich in seiner Freizeit zu etwas zu zwingen, was man nicht gerne macht. Das geht zwar möglicherweise eine kurze Zeit lang gut, doch irgendwann wird man sich wieder etwas zuwenden, was einem Freude bereitet. Kurzum: Suchen Sie sich eine Sportart, bei der Sie Spaß haben! Egal ob Sie gerne Aerobic im Fitnessstudio machen, das Umland am Mountainbike erkunden oder lieber mit Freunden Fußballmatches austragen - gut ist, worauf Sie Lust haben!

2. Infrastruktur

Nicht alles, worauf man Lust hat, ist auch immer das Praktischste. Wenn das nächste Hallenbad eine halbe Weltreise entfernt liegt, dann können Sie noch so gerne schwimmen gehen - Sie werden es nicht regelmäßig machen. Denn selbst wenn die Motivation vorhanden ist, so mangelt es doch oft an der Zeit. Ebenso wird ein leidenschaftlicher Mountainbiker mitten in der Großstadt vergeblich seine Wälder suchen, oder ein Skifahrer in warmen Gefilden nicht regelmäßig die Pisten hinunterwedeln.

Besonders praktisch sind Lokalitäten, an denen Sie regelmäßig am Heimweg, beim Einkaufen oder am Weg in die Stadt vorbeikommen. Es fällt einem leichter, etwas zu machen, wenn es einem quasi auf dem Silbertablett serviert wird. Erkundigen Sie sich also zu aller erst nach Sportangeboten oder Freizeitaktivitäten in Ihrer unmittelbaren Nähe.

3. Seine Schwächen akzeptieren

Sie haben Probleme mit dem Knie? Dann werden Sie wohl niemals ein guter Läufer oder Tennisspieler werden. Sie haben eine schlechte Koordination? Dann beginnen Sie nicht gleich mit Eiskunstlauf. Seine eigenen Schwächen und Stärken zu erkennen, ist ein weiterer sehr wichtiger Punkt im Sport. Man macht die meisten Dinge nur dann dauerhaft, wenn man eine gewisse Steigerung und Verbesserung erkennt, bzw. wenn man das Gefühl hat, gut darin zu sein. Ansonsten geht die Motivation schnell verloren.

4. Gruppendynamik

Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilter Spaß ist doppelter Spaß! Schließen Sie sich mit Freunden zusammen oder besuchen Sie Kurse. Wenn andere mit Ihnen schwitzen und leiden, geht alles gleich viel leichter von der Hand. Man motiviert sich gegenseitig und spornt sich zu Höchstleistungen an. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass man dem Sport in einer Gruppe weniger leicht „auskommt“. Erstens nagt das schlechte Gewissen an einem, wenn sich alle bewegen und man selbst zu Hause auf der Couch liegt. Zweitens fällt es viel leichter, für sich selbst eine Ausrede  zu finden, als sich vor anderen Personen zu rechtfertigen. Drittens gibt es auch Sportarten, bei denen alle anderen von Ihnen abhängig sind, zB die Fußballmannschaft, die sonst ohne Stürmer spielen müsste, oder der Eishockeyverein, der ohne Tormann trainieren muss. Da fällt es dann besonders schwer, abzusagen.

5. Was brauche ich?

Bei der Auswahl ihrer Sportart sollten Sie außerdem darauf achten, einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Wer permanent von Stress umgeben ist, kann zum Abschalten Golf ausprobieren. Wer viel sitzt, möchte sich eventuell mal so richtig auspowern - und wer den ganzen Tag alleine im Büro verbringt, hat womöglich abends nicht das Bedürfnis, alleine durch den Wald zu laufen, sondern würde lieber mit Freunden einem Fußball hinterher jagen.

Wofür auch immer Sie sich entscheiden - Hauptsache, es macht Ihnen Spaß und passt zu Ihrem Alltag. Denn dann stehen auch die Chancen gut, dass Sie Ihre Vorsätze diesmal auf Dauer umsetzen.