Ernährungsprinzipien im Ayurveda

Ernährungsprinzipien in Ayurveda sind eine Methode um mittels Essgewohnheiten auf die Doshas einfluss zu nehmen

Die Ernährung ist im Ayurveda eine wichtige Methode, um auf die Doshas Einfluss zu nehmen. Wenn bestimmte Speisen zu bestimmten Zeiten gegessen werden, werden Doshas entweder beruhigt oder gestärkt. Außerdem haben die im Menschen wirkenden Kräfte Einfluss auf die Frage, welche Speisen verträglich sind und welche nicht. Jedoch geht es hier nicht nur um die Verträglichkeit, sondern auch um die Verwertbarkeit. Agni, das Lebensfeuer im Menschen, erhält seine Energie zu einem Teil von der Verdauung. Da die Helligkeit und Energie von Agni von den Doshas abhängt, nimmt folglich die richtige Ernährung direkten Einfluss auf die Energie, die dem Menschen zu Verfügung steht. Im Ayurveda wird angenommen, das Agni zuständig ist für Lebensfreude, Antrieb, Wille und Kraft. Auch hängen von Agni die Selbstheilungskräfte, sowie die Fähigkeit zur Regeneration ab.

Beim gesunden Menschen brennt Agni hell und klar. So ist der Körper bei optimaler Temperatur, was wiederum dafür sorgt, dass die Regeneration sowie die Lebensvorgänge in optimalem Tempo ablaufen. Es ist der Bezug zum Lebensfeuer, was Temperaturen im Ayurveda so wichtig machen.

Speisen in richtiger Zusammenstellung und Temperatur

Für Manchen mag es seltsam erscheinen, dass in der ayurvedischen Ernährung nicht nur Nahrungsmittel sondern auch der Garzustand und die Temperatur, bei der die Mahlzeit gegessen werden sollte, von Bedeutung ist. Da Agni je nach Dosha-Typ zu verschiedenen Tageszeiten verschieden stark brennt, sind auch die Tageszeiten, zu denen gegessen werden sollte, vorgegeben. So können etwa Speisen, die für ein überaktives Dosha nicht empfohlen sind, zu Zeiten, da dieses Dosha dem Lebensfeuer nicht viel Energie zuführt durchaus gegessen werden. Es ist bekannt, dass bestimmte Speisen zu bestimmten Tageszeiten besser als zu anderen vertragen werden. Auch haben viele, je nach Jahreszeit, auf andere Nahrungsmittel Appetit. Die Ayurvedische Erklärung hierfür ist das Dosha-Prinzip, im besonderen die Frage, wann welches Dosha Agni „schürt“. So betrachtet, klingen die Ernährungsempfehlungen gar nicht mehr so seltsam.

Auch Fastenkuren werden im Ayurveda nach den Doshas abgestimmt. So werden Tees und Übungen verordnet, die beim Fasten die Doshas ausgleichen. Auch werden bestimmte Fastenspeisen empfohlen, die nach und nach ein überaktives Dosha dauerhaft beruhigen sollen. Natürlich gilt auch hier der Rat, in allen Dingen Maß zu halten. Die ayurvedische Ernährung rät darüber hinaus sehr konkret und individuell, womit Maß gehalten werden sollte und was genossen werden darf. So findet jeder die für sich optimale Ernährung, was auf Dauer zu Gesundheit, Fitness und vielleicht sogar der Wunschfigur führen wird.