Sternenhimmel in der Sauna

Sternenhimmel

LED Sternenhimmel auch für Selbstbau-Fans

Die Sauna soll ein Platz zum Entspannen sein. Nach einem harten Arbeitstag ist es immer schön in der hauseigenen Sauna einfach mal runter zu kommen. Die Wärme zu genießen und den Saunagang mit einem Aufguss abzuschließen. Dabei tut man noch dazu etwas für die Gesundheit.

Noch schöner wird das Ganze, wenn man in der Sauna einen prachtvollen Sternenhimmel hat. Das wunderbare Feeling wird um ein Vielfaches gesteigert. Mit der passenden Musik, einem netten Aroma und ein paar LEDs könnte man sich kaum wohler fühlen. Vor allem zusammen mit dem Partner wird der Saunagang zu einem ganz besonders romantischen Erlebnis. Das Gute ist, dass solch ein Sternenhimmel mit gar nicht so viel Arbeit verbunden ist, wie man meint. 

Bausatz kaufen oder selber machen

Wer sich die Sterne vom Himmel holen möchte, der kann den Fachmann anrufen, der ihm diesen Sternenhimmel in die Saunakabine einbaut. Oder man könnte sich einfach einen der vielen angebotenen Bausätze kaufen. Mit diesen kann ein überwältigendes Sternenhimmelerlebnis geschaffen werden. Besonders schön wird es, wenn es zusätzlich einen Flimmereffekt gibt. Dann wirkt der Sternenhimmel nämlich außerordentlich natürlich, weil die Sterne des Himmels nun einmal unregelmäßig flimmern.

Für die Sauna geeignet

Bei vielen solcher Sets liest man von einer besonderen Eignung für die Sauna. Klar, man könnte ja annehmen, dass so ein Sternenhimmel wasserdicht sein muss und hohen Temperaturen standhalten sollte, wie sie in der Sauna vorkommen.

Doch so kritisch ist das nicht zu sehen, werden der Trafo und die Steuerung doch außerhalb der Saunakabine montiert.

Gängige Sets funktionieren nämlich mit Glasfasern, welche das Licht von der LED bis in die Saunakabine leiten. Die Anzahl der Fasern ergibt später die Anzahl der Lichtpunkte, welche man in der Kabine hat.

Wie funktioniert die Montage

Dazu müssen Löcher durch die Decke der Saunakabine gebohrt werden. In dem Durchmesser, den die einzelnen Fasern haben. Oder eine Spur größer, damit das Einfädeln einfacher funktioniert. Klingt einfach, ist es aber nicht. Die Fasern haben einen Durchmesser von 0,75mm. Es müssen daher 0,8 bis 1mm Löcher gebohrt werden. Davon dann 200 bis 500 Stück. Je nach Set werden es mehr oder weniger sein. Aber mit 500 Lichtpunkten bekommt man schon einen schönen Effekt in der Sauna.

Dazu ist es nützlich mehrere Bohrer vorrätig zu haben. Glauben Sie mit, es werden unweigerlich welche abbrechen, egal wie vorsichtig sie auch bohren. Die Bohrer sind nicht sehr teuer, aber es nervt, wenn einer abbricht und Sie keinen Ersatz haben.

Nach dem Bohren werden die Glasfasern durch diese Löcher von außen nach innen eingefädelt.

Tipp: Bohren sie immer nur 10-20 Löcher und fädeln sie dann ein, sonst verlieren Sie den Überblick.

Das Ende der Fasern sollte nicht in die Saunakabine reinstehen, aber die Fasern können mit einem scharfen Messer am Ende abgeschnitten werden. Wir empfehlen auch die Fasern in die Löcher einzukleben. Dazu eignet sich Holzleim, der während der Verarbeitung weiß, später aber durchsichtig ist.

Welche Farbe – RGB vs RGBW

Weiterhin ist es besonders schön, wenn die einzelnen Leuchtpunkte nicht alle dieselbe Farbe haben. Natürlich kommt es hierbei immer auf den eigenen Geschmack an. Das Angebot ist jedoch so groß, dass jeder etwas Passendes finden wird. Gängige Sets bieten meist mehrere Farben und auch Farbwechsel.

RGB Leds haben ROT, GRÜN und BLAU. Das kann natürlich gemischt werden zu allen möglichen Farben, leuchten alle 3 Farben gleichzeitig sehr hell, ergibt das Weiß. Wir empfinden dieses Weiß aber als unnatürlich. Bei RGBW gibt es zusätzlich eine weiße LED, damit lässt sich echtes weißes Licht erzeugen. Wer also dem echten Sternenhimmel nachempfunden weißes Licht in der Sauna haben möchte, sollte zu RBW greifen.

Oftmals liest man auch von RGBWW-Sets. Hier lässt sich warmweißes Licht erzeugen, welches in der Sauna oftmals als angenehmer empfunden wird.

Das Set muss hohe Temperaturen aushalten

Viele angebotene Sets halten eine Temperatur bis 75 Grad aus. Wir sprechen hier von den Fasern, welche aus Kunststoff sind. Die Steuerung und der Trafo haben immer eine geringere Betriebstemperatur, befinden sich aber außerhalb der Saunakabine und daher im kühlen.

Im Inneren der Saunakabine sind die Temperaturen aber höher, gerade an der Decke. Daher müssen die Lichtfasern eine Betriebstemperatur von 100Grad aushalten.

In einer Sauna, die etwa 2 bis 8 qm vorweist, erzeugen 200 Fasern bereits genügend Licht und sorgen für ein angenehmes Feeling. Es ist natürlich auch möglich die Sauna an einzelnen Stellen etwas mehr zu beleuchten, sodass trotzdem noch gelesen werden kann. Hierzu müssen die Lichtleiter einfach eng platziert werden oder in einer Reihe mit etwa 2 cm Abstand angebracht werden.

Besser sind aber SETs mit 500 oder mehr Fasern. Es ist meist auch möglich 2 Sets mit je 200 Fasern zu kombinieren. Da die Farbe aber mit einer Fernbedienung eingestellt wird, muss mit dem Hersteller abgeklärt werden, ob das auch mit mehr als einem Set funktioniert.

Fazit

Der Bau eines Sternenhimmels in der Sauna ist mit Hilfe des geeigneten Bausatzes nicht sehr schwierig. Mitzubringen sind aber ein wenig handwerkliches Geschick, eine Bohrmaschine, mehrere Bohrer, Holzleim und viel Geduld.

Foto: senoldo – Fotolia.com

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