1. Sauna-Portal > 
  2. Blog > 
  3. Wellness > 
  4. Sauna Immunsystem

Sauna zur Stärkung des Immunsystems

Regelmäßiges Saunieren stärkt das Immunsystem. Wie wirkt die Sauna auf den Körper und was dabei beachten?

Wenn im Winter die Temperaturen fallen, beginnt für viele auch die Zeit der Erkältungen und grippalen Infekte. Kälte und Feuchtigkeit draußen und die trockene Heizungsluft der Innenräume fordern den Körper ordentlich heraus und lassen die körpereigenen Abwehrkräfte auf Hochtouren laufen. Um Erkrankungen zu vermeiden und gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen, empfiehlt es sich deshalb, das Immunsystem rechtzeitig auf die Strapazen des Winters vorzubereiten. Dazu braucht es keine teuren Mittel aus der Apotheke oder Aufbaukuren vom Arzt. Studien haben gezeigt, dass alleine durch regelmäßige Besuche in der Sauna das Immunsystem gestärkt wird und der Körper deutlich weniger anfällig für Infektionen und Erkältungskrankheiten ist.

So wirkt sich der Saunagang auf den Körper aus

Diese positiven Effekte werden beim Saunieren alleine durch heiße Luft erzielt. Die Hitze in der Sauna erhöht auch die Körpertemperatur und übt verschiedene Temperaturreize auf den Körper aus. Während des Saunagangs steigt die Körpertemperatur um bis zu drei Grad Celsius, was einem leichten Fieber gleichkommt. Dadurch werden im Körper Abwehrreaktionen in Gang gesetzt, die Bakterien und Krankheitserreger bekämpfen. Bei diesen Prozessen werden vermehrt Interleukine ausgeschüttet, die körpereigenen Botenstoffe der Zellen des Immunsystems. Diese Interleukine regen die Immunabwehr an und aktivieren die Abwehrkräfte (deutsche-heilpraktikerschule.de/sauna-gesundheitsfoerdernde-wirkung-goldene-regeln/).

Neben der Körpertemperatur steigt natürlich auch die Temperatur der Haut. Hier ist sogar ein Anstieg von bis zu zehn Grad Celsius möglich. Um diesem deutlichen Temperaturanstieg entgegenzuwirken, nutzt der Körper sein eigenes Verfahren zur Wärmeregulierung: Schwitzen. Bis zu einen Liter Flüssigkeit verliert man innerhalb einer Stunde. Neben Wasser verliert der Körper auch wichtige Elektrolyte, weshalb nach dem Saunieren immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden sollte. Allerdings werden auch Giftstoffe ausgespült, die Abbauprodukte des menschlichen Stoffwechsels. Diese Stoffe gelten in der Naturheilkunde als Ursache verschiedener Erkrankungen, da sie die Aufnahme von Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen erschweren. Die Wärme der Sauna öffnet zusätzlich die Hautporen und regt den Stoffwechsel an, wodurch ein besonders intensives und schnelles Entgiften möglich ist.

Auch für die Atemwege ist ein Saunabesuch absolut positiv. Die erhöhte Körpertemperatur sorgt auch in Lunge und Schleimhäuten für bessere Durchblutung. Die hohe Luftfeuchtigkeit unterstützt zusätzlich die Schleimhäute bei der Absonderung von bestimmten Sekreten, die Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger aufweisen. Auch wenn einige Saunagänger den Eindruck haben, dass das Atmen in der Sauna schwerer fällt, lässt sich das wissenschaftlich nicht belegen. Vielmehr ist es so, dass die Atemwege in der heißen, feuchten Luft freier werden und das Atmen erleichtert wird.

Regelmäßiges Saunieren stärkt das Herz-Kreislauf-System

Regelmäßige Saunabesuche haben eine Vielzahl an positiven Auswirkungen auf den menschlichen Körper: Sie können dabei den Körper entgiften, das Immunsystem stärken, Hautkrankheiten lindern, das Hautbild verbessern und das Risiko für Atemwegserkrankungen und Erkältungen minimieren. Zusätzlich können sie aber auch das Leben verlängern. Studien haben gezeigt, dass Männer und Frauen, die regelmäßig in die Sauna gehen, ein deutlich reduziertes Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten aufweisen. In einer prospektiven Langzeitstudie mit über 1.600 finnischen Teilnehmern konnte sogar eine Senkung der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit von bis zu 70 Prozent nachgewiesen werden.

Im Beobachtungszeitraum von 15 Jahren haben die Forscher einen eindeutigen Zusammenhang ermittelt: Die Teilnehmer, die mehrmals in der Woche saunierten, hatten ein deutlich gesenktes Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Je häufiger die Saunagänge, desto geringer das Risiko. Auch die Dauer des Saunaaufenthalts spielt eine entscheidende Rolle. Insgesamt sollte pro Woche länger als 45 Minuten geschwitzt werden, um beste Ergebnisse zu erzielen.

Die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems durch den Saunabesuch lässt sich auch logisch erklären. Die erhöhte Temperatur weitet die Blutgefäße, das Herz schlägt schneller und der Kreislauf wird angeregt. Durch das anschließende Abkühlen mit kaltem Wasser wird das Herz-Kreislauf-System besonders gut trainiert. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dem Körper keinen zu großen Kälteschock zu verschaffen. Am schonendsten und effektivsten ist es, sich zunächst an der kalten Luft ein wenig abzukühlen, um dann mit einem Wasserschlauch oder ähnlichem einzelne Körperregionen weiter herunterzukühlen. Dabei nie in Herznähe anfangen, sondern an Armen oder Beinen. Das Wechselspiel von Wärme- und Kältereiz sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zunächst ausdehnen und dann wieder zusammenziehen. So bleiben sie flexibel und schaffen es, einen erhöhten Blutdruck besser auszugleichen. Besonders positiv wirkt sich Saunieren in Verbindung mit einem sportlichen Lebensstil aus. Drei- bis viermal die Woche Schwimmen, Radfahren oder Laufen mit einem anschließenden Saunabesuch haben so das Potential, das Leben zu verlängern und die Lebensqualität zu steigern.

Die Seele baumeln lassen fürs Immunsystem

Ein extrem wichtiger Faktor, der das Wohlbefinden und auch das Immunsystem des Körpers beeinflusst, ist Stress. Nicht zufällig werden viele Menschen gerade dann krank, wenn sie großen Stress haben. Dieser Stress schafft es nämlich, die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterdrücken, sodass wir anfälliger für Erkältungen oder Infektionskrankheiten werden. Um gesund durchs Jahr zu kommen, reicht es also nicht, das Immunsystem zu stärken, sondern es muss auch darauf geachtet werden, dass Stress minimiert wird. Ein Saunabesuch kann auch dazu dienen, den Stress abzubauen. Die Wärme entspannt den Körper, die Atemwege werden frei und Muskeln werden gelockert. Verkrampfungen werden gelöst und auch Gelenkschmerzen können durch die hohen Temperaturen gelindert werden.

Zusätzlich zwingt die Sauna uns dazu, abzuschalten und einfach mal nichts zu tun. Die entspannte Atmosphäre und die wohlige Wärme lassen den Stress vergessen und die Gedanken schweifen. Ätherische Öle oder andere Aromen können zusätzlich zur Entspannung beitragen. Für einen entspannten Saunabesuch sollten durchaus eine oder zwei Stunden eingeplant werden. Die einzelnen Saunagänge sollten 15 Minuten nicht überschreiten, aber es ist durchaus förderlich, mehrere Saunagänge hintereinander durchzuführen. Dabei allerdings immer mindestens zehn Minuten Pause zwischen den einzelnen Gängen einplanen.

Rundum gut versorgt

Wenn es um die Stärkung des Immunsystems geht, bietet die Sauna ein echtes Rundum-Paket. Die positiven Effekte auf Körper und Geist sind umfassend und nicht von der Hand zu weisen. Zum einen reduzieren die entspannte Atmosphäre und die angenehmen Temperaturen den Stress, sowohl körperlich als auch seelisch. Muskeln und Gelenke entspannen sich und der Geist kann abschalten und das Nichtstun genießen. Wenig Stress wiederum wirkt sich nicht nur auf das Wohlbefinden, sondern auch auf das Immunsystem positiv aus und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte.

Zum anderen sind aber auch klar körperliche Effekte zu beobachten. Die gestiegene Körpertemperatur regt eine fieberähnliche Reaktion an, bei der Abwehrstoffe freigesetzt und die Abwehrreaktionen aktiviert werden. Durch das Schwitzen werden Giftstoffe ausgespült und der Körper so entgiftet und gestärkt. Die feuchte, heiße Luft wirkt sich zudem positiv auf die Atemorgane aus, erleichtert das Atmen und regt das Ausscheiden von Sekreten an, die Krankheitserreger bekämpfen. Das Zusammenspiel von Wärme- und Kältereizen stärkt das Herz-Kreislaufsystem und sorgt so für einen allgemein verbesserten Gesundheitszustand und ein besseres Lebensgefühl.

Regelmäßige Saunagänge sind Pflicht

Wer die positiven Effekte des Saunierens nutzen möchte, der muss sich klarmachen, dass solche Ergebnisse, nur mit Regelmäßigkeit erzielt werden können. Um das Immunsystem und Herz-Kreislauf-System zu stärken, sind mindestens wöchentliche Besuche in der Sauna Pflicht. Wer sich also für den Winter vorbereiten möchte, kann damit durchaus schon im Sommer beginnen, sollte aber keinesfalls bis zum Spätherbst warten. Positive Auswirkungen auf das Immunsystem sind in der Regel schon bei einem Besuch pro Woche zu beobachten, gerade für das Herz-Kreislauf-System empfehlen sich aber noch häufigere Saunagänge. In Finnland, wo das Saunieren fest in der Kultur verankert ist, ist auch ein täglicher Saunagang nicht üblich. Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass die Auswirkungen des Saunierens direkt mit der Häufigkeit zusammenhängen. Dabei gilt: Je öfter, desto besser. Wer regelmäßig in die Sauna geht und alle Tipps und Sicherheitshinweise befolgt, der kommt auch ohne Medikamente und Arztbesuche gesund durch den Winter.