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Konstruktion einer Saunakabine

Je dicker desto besser, aber auch teurer. Von Wandstärke bis Deckenaufbau.

Das Thema Saunabau und besonders der Selbstbau einer Heimsauna wird immer beliebter. Das ist zumindest anhand der steigenden Anfragen erkennbar, welche uns erreichen. Immer mehr wagen sich daran, eine eigene Sauna fürs Eigenheim zu errichten und nicht immer ist es der Standard-Saunabausatz aus dem Baumarkt, sondern es wird auch zunehmend kreativ ans Werk gegangen.

Ein wenig handwerkliches Geschick sollten Sie aber schon mitbringen, wenn Sie sich an den Bau einer Sauna wagen. Wie aber ist die einfachste Konstruktion einer Sauna und welche Materialien werden benötigt?

Welches Material?

Die häufigste Frage betrifft das Material für den Saunabau. Hier ist Kreativität nicht immer besser. Vertrauen Sie ruhig auf altbewährtes. Die Ideen reichen von aufmauern der Saunakabine mit Klinker oder Ytong bis hin zu verfliesten Gipskarton. oder Pressspanplatten. Unsere Antwort darauf ist „NEIN“. Eine Saunakabine muss aus Holz sein, um den typischen Saunaeffekt zu erreichen. Vor allem Gipskarton hat im Saunabau nichts zu suchen, da Gips die Feuchtigkeit anzieht. (Siehe dazu auch "Sauna Holz")

Welche Wandstärke?

Die zweithäufigste Frage ist jene nach der Wandstärke. Im Handel finden sich Wandstärken ab 38mm bis hin zu über 100mm. Dies gilt vor allem für die Massivholzsauna. Denn bei der Systemsauna ist die Wandstärke abhängig vom Wandaufbau und der eingesetzten Dämmung. Aufgrund der Komplexität des Wandaufbaus und der nötigen Dampfsperre empfehlen wir dem Selbstbauer aber eine Massivsauna zu bauen. Hier reicht im privaten Bereich für einen Betrieb von 2-3 Stunden im geschlossenen Raum eine Wandstärke von rund 40mm durchaus aus.
Je dicker die Wand desto besser ist natürlich die Dämmfähigkeit des Holzes und auch die Speicherfähigkeit. Aber der Preis steigt linear mit er Dicke des Holzes.
Im Außenbereich sollten Sie größere Wandstärken einsetzen, damit die Kabine auch bei tiefen Temperaturen betrieben werden kann. Lassen Sie sich unbedingt den Saunaofen in der passenden Leistung dazu berechnen.

Welche Konstruktion für meine Saunakabine?

Wer keine große Erfahrung im Bereich des Holzbaus hat, ist mit Nut und Federbrettern gut beraten. Bleibt natürlich die Frage, wo sie Nut- und Federbretter in der passenden Stärke finden. Im Baumarkt wird solches Material eher schwer zu finden sein. Machen Sie sich das Leben leicht und kaufen Sie bei Beschaffungsschwierigkeiten einfach einen Bausatz. Sie werden sich viele Nerven sparen und auch der Preis wird meist marktgerecht sein.

Wer aber unbedingt selbst eine Sauna konstruieren möchte, sollte sich vorher eingehend mit Fachliteratur beschäftigen, sich beraten lassen und auch genügend Zeit in die Planung investieren. Wir wünschen Gutes Gelingen und würden uns über Fotos Ihres Sauna-Selbstbau-Projekts freuen.

Konstruktion der Saunawand, der Saunadecke und des Fußbodens

Egal wie vielfältig die am Markt angebotenen Sauna-Modelle auch sein mögen. Das Prinzip dahinter ist immer das gleiche. Es gilt beim Aufbau der Wand einen möglichst hohen Wärmedurchlasswiderstand zu erreichen. Diesen erreicht man ansich nur auf zwei Arten beim Saunabau: Entweder Sie verwenden eine Massivholzkonstruktion aus Blockbohlen (Hier gilt, je dicker desto besser), oder Sie verwenden Holz in Verbindung mit Wärmedämmstoff (Hier können bessere Werte erzielt werden, der Aufbau ist aber komplexer). Außerdem gilt Anstriche auf der Innenseite der Wände, oder Impregnierungen zu vermeiden. Außen kann aus optischen Gründen durchaus ein Anstrich, eine Impregnierung oder eine andere Form der Verkleidung und damit der Verschönerung verwendet werden.. Der Purist setzt aber auch außen auf reines unbehandeltes Holz.

Wichtig ist auch im Innenraum keine Wärmeleitfähigen Materialien zu verwenden, vor allem im Bereich der Sitze, Geländer oder anderer Teile, die mit dem Körper berührt werden können. Als wärmeleitfähig gelten Metalle, aber auch Hartholz, Kunststoff, usw) Auch Nägel und Schrauben sind in diesem Bereich unbedingt verdeckt zu verarbeiten. Bei der Saunadecke gilt höchstmögliche Wärmedämmung zu realisieren, da im Bereich der Decke die meiste Wärme verloren geht. Außerdem ist zwischen Saunadecke und Raumdecke unbedingt ein Abstand größer als 20 Zentimeter vorzusehen, welcher gut belüftet ist. Der Saunafussboden ist relativ unproblematisch, sollte aber wenn möglich auch nach unten hin gedämmt sein. Außerdem ist wegen der einfacheren Reinigung ein leichtes Gefälle zur Tür hin von Vorteil.

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Zuletzt überarbeitet:  7. Mai 2021